Es ist Ferien-Halbzeit in Osnabrück! Wer nicht weit wegfahren möchte und nach Ausflugzielen in der näheren Umgebung sucht, für den könnten die folgenden Tipps interessant sein. Verraten haben mir diese bekannte Osnabrücker und prominente Norddeutsche für einen Artikel, der am vergangenen Sonntag in den Osnabrücker Nachrichten erschienen ist:
Haben Sie wieder bis zur letzten Minute gewartet? Sind jetzt alle Reisen ausgebucht? Oder wollen Sie gar nicht weit weg? Auch in der nahen Umgebung gibt es lohnende Ausflugsziele, die nicht viel kosten und zudem keine große Reiseplanung erfordern. Wir haben bekannte Osnabrücker und prominente Norddeutsche gebeten, uns ihre liebsten Ausflugstipps zur Ferien-Halbzeit zu verraten.
„Museum und Park Kalkriese sind ein hervorragendes Ausflugsziel für eine Tagestour“, berichtet der Osnabrücker Landrat Manfred Hugo. „Hier am Ort der Varusschlacht können Besucher Weltgeschichte hautnah erleben. Und neben der Präsentation der Kultur gibt’s mit Biergarten und Kletterwald auch ein gutes Freizeitprogramm“, so Hugo weiter. Der Landrat ist von Amts wegen sehr oft zu Terminen in Kalkriese, kommt aber immer wieder privat. „Auch mit meiner Familie bin ich regelmäßig dort, weil mir die Atmosphäre und die ausgesprochene Familienfreundlichkeit dort sehr zusagen“, so Hugo. Während der Ferien wird in Kalkriese ein spezielles Programm geboten. Infos dazu gibt es unter: www.kalkriese-varusschlacht.de.
Auch der Osnabrücker Bischof Bode hat einen interessanten Tipp parat: „Einen ,spannenden‘, aber auch wirklich herausfordernden Tagesausflug in Niedersachsen kann ich empfehlen: zum ehemaligen Konzentrations- und Strafgefangenenlager Esterwegen mit der Gedenkstätte und mit dem Kloster direkt an dem Gelände. Eine Führung durch die Ordensschwestern ist ein unvergessliches, bewegendes Erlebnis! Das kleine Kloster ist architektonisch und spirituell eine herausfordernde Kostbarkeit. Um nach dem Besuch wieder ein wenig ,Abstand‘ zu gewinnen, empfehle ich eine Buchweizenpfannkuchen-Mahlzeit in Esterwegen“, so der Bischof. „Das Bistum Osnabrück hat dieses Kloster mit den Ordensfrauen begründet. Ich bin schon mehrmals dort gewesen, auch mit Gästen, und habe sehr tiefgehende Erinnerungen daran. Ein Ort, der sehr nachdenklich macht.“ Infos zur Gedenkstätte unter www.gedenkstaette-esterwegen.de; Kontakt zum Kloster unter Tel. 0 59 55-935700.
Für Bad Zwischenahn schwärmt Klaus Baumgart vom Duo Klaus & Klaus. Speziell die dortige Insel Welsum mit dem Seehotel Fährhaus hat es ihm angetan. „Ich bin hier regelmäßig, da die Ammerländer Küche mich begeistert sowie das Land und die Leute. Vom Zwischenahner Räucheraal bis zum deftigen Grünkohlessen in der Ahrendshof-Scheune, man sitzt und genießt das Leben in vollen Zügen“, so Baumgart. „Bad Zwischenahn bietet eine attraktive Shoppingmeile, Ruder- oder Dampferfahrten, Radtouren und Spaziergänge rund um das Zwischenahner Meer. Besonders der herrliche Golfplatz mit dem Golf-Club am Meer oder am Abend der Besuch in der Spielbank bieten Abwechslung und Unterhaltung“, verrät Baumgart. Gleichzeitig nennt er uns noch 2 persönlichen Veranstaltungs-Geheimtipps in Bad Zwischenahn: „Die Zwischenahner Woche vom 17.- 21.8. und die BINGO-Radtour am 17.9. mit Michael Thürnau und Klaus & Klaus.
„Die Strandperle in Övelgönne ist ein tolles Plätzchen zum entspannen, träumen Schiffe gucken – die goßen Pötte kommen vorbei, die Kinder buddeln im Sand – sehr relaxt“, verrät die in ihrer Rolle als Streifenpolizistin Tanja König in der Serie Großstadtrevier bekannt gewordene Schauspielerin Andrea Lüdke. Neben diesem Tipp hat die Hamburgerin noch einen weiteren Lieblingsplatz in der Hansestadt: „Die Gutsküche auf dem Gut Wulksfelde ist ein absoluter Geheimtipp, man kann erst mit den Baby-Eseln spielen, auf den Erdbeerfeldern die eigene Ernte einfahren oder Blumen selber schneiden – was Kinder besonders lieben – und danach ausgezeichnet regional essen im wunderschönen Restaurant oder auf der Terrasse. Mitunter gibt’s da auch Weinlesungen oder musikalische Appetizer – sehr sehr angenehm.“ Infos zur Strandperle und zur Gutsküche gibt es auf www.strandperle-hamburg.de und auf www.gutskueche.de.
Wir haben auch Sven Florijan gefragt, ob er einen spannenden Ausflugstipp für uns hat. Der gebürtige Bad Rothenfelder ist heute Assistent von Kiez-Ikone Olivia Jones und zeigt nun Touristen die Reeperbahn und den Hamburger Hafen. Bis zu seinem Durchbruch betreute der gelernte Altenpfleger u. a. eine Osnabrücker Rollstuhlfahrer-WG, zu der er heute noch Kontakt hat. Das ist seine Antwort: „Na klar: Nachmittags chillen am Strand Pauli, dem Beachclub direkt an den Landungsbrücken, dann mit mir und Olivia auf Hafenrundfahrt in See stechen, danach nehm‘ ich Euch mit auf eine meiner Kieztouren über die Reeperbahn, schicke Euch anschließend zum Essen ins „Freudenhaus“, wo’s Olivia sogar als gutbürgerliches Geschnetzeltes a la carte gibt und hinterher feiern wir mit meiner Chefin auf der Großen Freiheit in der Olivia Jones Bar oder mit Olivias Wilden Jungs, dem einzigen Menstrip Club nur für Frauen. Und wem das noch nicht reicht, der kann mich gerne auch noch in der weltberühmten Thai-Karaoke-Bar um die Ecke zum Schlagerduell herausfordern.“ Genauer nachgefragt wie es ihm dort gefällt und wie oft er dort ist, antwortet Florijan: „Ich bin ja in der Olivia Jones Bar neu geboren worden. Ich hab mich quasi vom Bad Rothenfelder Entlein zum schwulen Schwan gemausert, nachdem ich mich vor drei Jahren im Casting auf der Großen Freiheit als Olivias linke Hand gegen zwei Konkurrenten durchgesetzt habe. Nu‘ bin ich von mittwochs bis samstags jeden Abend da. Das habe ich also jetzt davon. Aus der Nummer komm ich wohl nicht mehr raus.“ Infos: www.olivia-jones.de.
Ein Herz fürs Emsland hat Jürgen Trittin: „Fahren Sie doch mal die Ems entlang“, rät der Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Von der Geschichte der Moorlandschafft und seiner Nutzung bis hin zum Erlebnis des Dollart ist alles dabei. Der Radweg ist hervorragend ausgebaut. Die dunklen Seiten unserer Geschichte sind im DIZ in Papenburg zu besichtigen.“ Gerne würde er die gesamte Strecke einmal am Stück fahren. „Aber das“, so berichtet er „liegt noch vor mir.“ Und auch für Kunstfreunde, die nicht bis in den Louvre oder in den Vatikan reisen wollen hat Trittin einen Tipp: „Kunstinteressierte kommen von Nussbaum und Remarque in Osnabrück bis zur Henri Nannen Kunsthalle in Emden auf ihre Kosten.“
Nicht aus Norddeutschland stammt der Radio- und Fernsehmoderator Jochen Bendel. Trotzdem zieht es ihn immer wieder hierher. „Urlaube an der Nordsee sind für mich immer etwas ganz besonderes“, berichtet der gebürtige Alzenauer. Seine Familie fährt mittlerweile in der 3. Generation regelmäßig nach Sylt. „Krabbenpulen mit meinen Vater als kleiner Junge, und das was vom vorher Naschen übrig war aufs Butterbrot packen ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen“, so Bendel. Infos über Sylt gibt es auf der Homepage www.sylt.de. Wer selbst Krabben pulen oder eine unvergessliche Fahrt mit dem Krabbenkutter erleben möchte, hat dazu an vielen Küstenorten und auf den Inseln Gelegenheit. Infos finden sich u. a. auf www.nordseetourismus.de, www.nationalpark-wattenmeer.de, www.die-nordsee.de und www.ostfriesland.de.
Auch Fritz Brickwedde, Generalsekretär der in Osnabrück beheimateten Deutschen Bundesstiftung Umwelt, verrät seinen liebsten Ausflugstipp: „Mein Lieblingsziel in unserer Region ist Bad Essen. Im ,Kleinen Haus‘ von 1663 am historischen Kirchplatz mit seinem wunderschönen niedersächsischen Fachwerkensemble kann man wunderbar brunchen oder Tee trinken. Mein Tipp: Die Stachelbeer-Marzipan-Torte probieren!“ Wer sich den köstlichen Kuchen hat schmecken lassen, dem empfiehlt Brickwedde: „Anschließend geht es in das Wiehengebirge zu einer Wanderung durch den herrlichen Buchen-Naturpark. Schloss Ippenburg, Schloss Hünnefeld oder die Saurierspuren in Barkhausen können das Programm ergänzen. Bad Essen besuche ich regelmäßig, denn hier bin ich am Waldrand aufgewachsen. Als Osnabrück in Trümmern lag, hatte ich dort bis 1954 eine glückliche Kindheit. Dann zogen wir wieder in unsere Heimatstadt. Aber in Bad Essen bin ich immer wieder gerne“, so Brickwedde.
„Ich gehe gerne in den Regenwald – natürlich in Form des Regenwaldhauses im Botanischen Garten“, verrät Oberbürgermeister Boris Pistorius. „Nur gute fünf Gehminuten vom Rathaus entfernt gibt die Vielfalt der dortigen Pflanzenwelt der gestressten Großstadtseele die nötige Entspannung. Und wer Neues entdecken will, erkundet dort den Steinbruch am Westerberg, der nach über einem halben Jahrhundert wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde“, so der Oberbürgermeister. „Danach einen Kaffee in der Osnabrücker Altstadt und ich bin – fast – ein neuer Mensch.“
„In meiner Funktion als Ministerpräsident reise ich sehr viel durch unser schönes Niedersachsen“, verrät David McAllister. „Daher weiß ich, wie vielfältig und abwechslungsreich dieses Bundesland ist. Niedersachsen hat mit dem Harz, der Nordsee, seinen ausgedehnten Wäldern, aber auch den vielen schönen Städten und Dörfern sehr viel zu bieten. Auch in Osnabrück und Umgebung gibt es sehr viele lohnenswerte Ziele. Besonders spannend für jung und alt ist natürlich das Museum zur Varusschlacht in Kalkriese. Hier findet man Geschichte zum Anfassen. Gern erinnere ich mich auch an meinen Besuch in Bad Essen zum Abschluss der Landesgartenschau 2010 gemeinsam mit meiner Familie. Ich konnte damals an der Elektrotankstelle am Rathaus ein E-Bike testen und die SoleArena besuchen, die kurz zuvor als zukunftsweisender, europaweit einzigartiger Beitrag für ein modernes Kurwesen beim Niedersächsischen Staatspreis für Architektur in die engste Wahl gekommen war. Auch der Schlossparkrundgang bleibt mir unvergessen. Eine gute Möglichkeit die attraktive Osnabrücker Region zu entdecken, ist außerdem eine Fahrradtour mit der Familie oder Freunden, zum Beispiel von Quakenbrück nach Bersenbrück. Dabei trifft man viele nette Menschen. Meine Familie und ich genießen es bei solchen Ausflügen, abseits der Hektik des Alltags für einen Moment zur Ruhe zu kommen.“
















