Wieder in Kanada

osnapicture 10. November 2011 0

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Mit einiger Verspätung begann gestern die Reise. Wegen dichtem Nebel konnte das Flugzeug, was mich nach München bringen sollte nicht auf dem Flughafen Münster/Osnabrück landen. Warten war angesagt und der in München wartende Anschlussflug nach Chicago schien ohne mich zu fliegen. Obwohl sich das Wetter nicht besserte, landete das Flugzeug nach 1,5 Stunden überraschend doch noch und ich konnte nach München starten. Dort blieben mir 20 Minuten um zum Chicago-Flug zu hetzen. Völlig verschwitzt nahm ich in der Boeing 777 der United Platz. Obwohl ich einen Fensterplatz reserviert hatte, bekam ich leider nur einen Platz in der Mittelreihe. Durch viermaliges Plätzetauschen mit freundlichen Mitreisenden hatte ich aber bis zum Start doch einen Fensterplatz. Viel zu sehen gab es allerdings nicht. Ab den Niederlanden zog eine dichte Wolkendecke auf, die auch über England hielt und auch über dem Atlantik nicht verschwand. Nur über Grönland – und allein dafür lohnt sich der weiteste Flug – herrschte schönstes Wetter. Diese faszinierende Landschaft von oben zu sehen ist immer wieder ein Erlebnis. Kaum waren wir über Grönland hinweg herrschte wieder trübes Wetter ohne eine Lücke in den Wolken. Daran änderte sich auch bis zur Landung nichts. Von Chicago war leider gar nichts zu sehen. Erst rund 10 Sekunden vor dem Aufsetzen kam der Boden in Sicht. Dafür hatte ich um so länger Zeit den Flughafen zu erkunden. Inzwischen völlig übermüdet hätte ich zwar gerne darauf verzichtet, aber da sich mein Weiterflug nach Winnipeg um 2 Stunden verspätete, blieb mir rund 5 Stunden nichts anderes übrig. Etwas Besonderes habe ich nicht gefunden. Chicago ist dann doch ein Flughafen wie jeder andere auch. Vielleicht etwas chaotischer, aber nichts Besonderes. Vom Flug nach Winnipeg habe ich nicht mehr sehr viel mitbekommen, da mir an Bord schnell die Augen zugefallen sind.
Nachdem ich gestern dann von Winnipeg nichts mehr gesehen habe und schnell im Hotel verschwand, habe ich heute die Stadt erkundet. Da ich, wie immer nach Flügen in westliche Richtung, früh wach war, war ich eigentlich zu früh dran. Kaum ein Geschäft hatte schon geöffnet, nur der größte Fellhandel Winnipegs hatte bereits offen. Ich ließ mir von Inhaber Bill Worbs sämtliche Felle vom kleinen Squirrel bis zum großen Grizzly zeigen und bekam zudem von ihm noch eine ebenso nette wie interessante Exkursion über die Geschichte des Pelzhandels in Manitoba geboten.
Anschließend öffnete schon das Manitoba Museum. Ich bekam eine großartige Führung durch das beeindruckende Haus und konnte weder Kamera noch Notizbuch kaum zur Seite legen. Was es dort genau zu sehen gab, würde mich momentan, da ich unterwegs per iPad tippe, überfordern. Sobald ich zurück in Deutschland bin und wieder eine normale Tastatur habe, werde ich ganz sicher einiges darüber schreiben.
Danach ließ ich mich eine Weile ohne festes Ziel treiben. Ich besuchte The Forks, den Financial District, die Shopping Area und traf auf interessante Menschen. Insgesamt bin ich von Winnipeg ziemlich begeistert. Auf den Nummernschildern der Autos steht hier der Slogan “Friedly Manitoba”. Es scheint nicht nur ein Slogan, sondern gelebte Realität zu sein.
Um so mehr freue ich mich morgen nach Churchill zu fliegen und einen weiteren Teil Manitobas zu besuchen. Hoffentlich sind dann auch einige Eisbären dort.

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