Wenn ein Moment alles verändert

osnapicture 13. November 2011 0

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Heute um 8.14 Uhr war es soweit – mein erster Eisbär. Während uns ein Bus zum Startpunkt der eigentlichen Safari mit den sogenannten Tundrabuggys brachte, wanderte der König der Arktis gemächlich am Straßenrand entlang. Natürlich ratterten die Kameras ohne Pause und der Bär schaute neugierig herüber. Das machte richtig Lust auf die kommende Fahrt durch die Tundra mit den Monster-Trucks.
Obwohl wir damit den ganzen Tag unterwegs waren, kamen uns kaum Bären richtig nah. Wir haben zwar einige gesehen, aber alle in großer Entfernung. Nur ein Bär kam neugierig direkt zu uns. Leider ein ziemlich abgemagertes Männchen und kein sonderlich eindrucksvolles Fotomotiv. Als die Tour vorbei war und wir vom Buggy in den Bus gewechselt waren, schienen einige Mitreisende etwas enttäuscht und dösten in ihren Sitzen. Im letzten Licht sah ich im Vorbeifahren etwas am Straßenrand. Ein Stein, eine Schneewehe oder gar ein Bär? Was sollte ich tun? Von ganz hinten durch den voll besetzten Bus rufen und mich lächerlich machen, wenn es nur ein Stein war? Ich entschied mich für das Risiko und rief laut: “Stop, bear!” Der Fahrer stoppte, die Passagiere sprangen zu den Fenstern und richteten ihre Kameras in die Richtung in die ich zeigte. Nichts war zu sehen und Belustigung machte sich breit. “Schöner Stein”, sagte gerade einer, als genau hinter diesem Stein ein Bär zum Vorschein kam. Im Gepäck ein Jungtier. Ein atemberaubender Anblick! Ein Moment, für den sich die weiteste Anreise lohnt. Ein Moment, der sich für immer ins Gedächtnis brennen wird und der mit Worten nicht zu beschreiben ist.

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