Into the Jungle

Thomas Limberg 17. August 2015 1

Hand auf’s Herz, was verbinden wir mit Nepal? Das Dach der Welt, gigantische Berge und vielleicht den Yeti?! Doch Nepal ist kein Land, das nur schwindelerregende eisige Höhen zu bieten hat. Was relativ unbekannt ist, ist die Tatsache, dass kein Land der Welt einen derart großen Höhenunterschied aufweist wie Nepal. Vom 8848 Meter hohen Mount Everest bis hin zur fruchtbaren Terai-Tiefebene an der Grenze zu Indien, mit einer größten Erhebung, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel liegt, hat es eine gewaltige Ausdehnung, was die Höhendifferenz betrifft. Eine Tatsache, die sich auch in der Flora und Fauna wiederspiegelt und das Herz eines jeden Tier- und Pflanzenliebhabers höher schlagen lässt.

Ländlich präsentiert sich die Gegend zwischen Kathmandu und Chitwan

Im Bus fuhren wir in Richtung Süden

In Nepal leben Tiger, Nashörner, Elefanten, Krokodile, Schlangen und tausende weitere interessante Tiere. Vor allem, um die erstgenannten zu beobachten, sind wir von Kathmandu aus Richtung Süden ins Terai aufgebrochen. Was wir dort erlebten, darüber werde ich in einem späteren Beitrag berichten. Allein die Fahrt dorthin war ein echtes Erlebnis. Wahnsinnig schnell änderte sich nach nur wenigen Kilometern die Landschaft. Waren wir gerade noch im Herzen der Großstadt Kathmandu, erreichten wir bald den Trishuli Fluss, der anfangs noch wie ein malerisches Bächlein wirkte, später aber zum reißenden Strom wurde. Eingebettet lag der Trishuli in einem Gelände, das immer hügeliger und grüner wurde. Kleine Haine mit Bananenstauden säumten die Hänge, Reisfelder in Terrassen glänzten mit ihrer ständig leicht unter Wasser stehenden Oberfläche in der Sonne. Kleine Dörfer und Hütten säumten das Ufer des Flusses, der hier und da von Hängebrücken überspannt war. Je weiter südlich wir kamen, desto weniger hatte die Landschaft etwas mit dem klischeehaften Bild eines Landes, in dem permanent die Höhenkrankheit droht zu tun. Es fühlte sich immer mehr nach Dschungel an. Sowohl optisch, als auch vom Klima. Kräftiges sattes Grün, wohnin man schaute. Das Thermometer kletterte über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit stieg in einen Bereich, in dem nichts mehr trocken blieb.

Die Straße ist überraschend gut

Büffel gibt es reichlich

Bananen wachsen fast überall

Wir passierten kleine Dörfer

Viele Motorradfahrer waren unterwegs

Kurz vor dem Ziel

Im Vorfeld der Reise hatte ich mir einige Gedanken gemacht, ob es eine gute Idee wäre, die fast 7-stündige Fahrt von Kathmandu in den Chitwan zu wagen. Ich wusste, dass Serpentinen, steile Abgründe, ungesicherte Straßen und asiatischer Verkehr auf mich warteten und hatte deshalb etwas Bauchschmerzen. Inzwischen kann ich über diese Sorgen lachen. Ich würde sofort wieder dorthin und ohne Bedenken von Nord nach Süd oder umgekehrt rollen.  Zwar sind die Abhänge tatsächlich teils recht tief, doch der Verkehr ist viel gesitteter als erwartet. Die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit lag relativ niedrig und im Bus hatte ich zu jeder Zeit ein sicheres Gefühl. Toll anzusehen waren auch die dort in großer Zahl in beide Richtungen fahrenden typisch asiatischen LKW, die von oder nach Indien fahrend die Staaten des Himalaya ansteuerten oder aus ihnen kamen.

Die LKW waren eine Augenweide

Manche hatten allerdings Probleme

Sieht auch nicht viel besser aus

Hühner gibt es in Nepal fast überall

Straßenszene

Irgendwie begeistern diese kleinen Hütten

Straßenbauarbeiten

Manchmal staut es sich auch

Einbahnstraße

Am besten gibt die Verhältnisse vor Ort wahrscheinlich das kurze Video wieder, das ich dort gedreht habe:

Übrigens, haben wir tatsächlich Glück gehabt und wahnsinnig imposante Tiere im Chitwan gesehen. Welche das waren und wie es bei den dort lebenden Tharu, jenen Ureinwohnern dieser Gegend war, darüber werde ich in einem späteren Beitrag berichten.

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