Auf den Gipfel des Großen Riesenkopfs

Hinter dem Gipfelkreuz erhebt sich der Wendelstein

Oft benötigt man für Bergtouren ein Auto, um zum Ausgangspunkt der Wanderung zu kommen. Da ich jedoch mal wieder ohne fahrbaren Untersatz in den Bergen unterwegs war, musste eine Alternative her. Auf der Suche nach einem geeigneten Berg, bei dem der Ausgangspunkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, stieß ich auf den Großen Riesenkopf im Mangfallgebirge. Der Startpunkt ist der Bahnhof des kleinen Örtchen Flintsbach im Inntal, das bequem von Rosenheim, München oder Kufstein mit dem Meridian zu erreichen ist.

Der Ausgangspunkt ist bequem per Bahn zu erreichen
Der Ausgangspunkt ist bequem per Bahn zu erreichen

Die Tour im Überblick

volle Distanz: 17647 m
Maximale Höhe: 1303 m
Minimale Höhe: 467 m
Gesamtanstieg: 1158 m

 

So habe ich die Tour auf den Großen Riesenkopf erlebt

In Wanderführern findet man diese Tour kaum, da der Große Riesenkopf anscheinend im Gegensatz zu den benachbarten Bergen wie Wendelstein, Kranzhorn usw. wenig beliebt zu sein scheint. Doch nach all dem, was ich gehört hatte, sollte die Route zum Gipfel relativ einfach und ohne technische Schwierigkeiten machbar sein. Für das Wetter Ende Januar, mit etwas Schneeresten, erschien mir die Tour deshalb ideal. Vom Bahnhof aus führte der Weg zunächst durch das typisch bayerische Dörfchen Flintsbach. Nach gut 10 Minuten war am Ortsrand ein Wanderparkplatz erreicht, an dem der Anstieg begann. Recht knackig ging es durch einen Wald in die Höhe. Vorbei an einem Wasserfall und einer kleinen Kapelle.

Die Wanderung kann am Bahnhof Flintsbach beginnen
Die Wanderung kann am Bahnhof Flintsbach beginnen
Der eigentliche Wanderweg beginnt an einem Parkplatz am Ortsrand
Der eigentliche Wanderweg beginnt an einem Parkplatz am Ortsrand
Flintsbach ist malerisch im Inntal gelegen
Flintsbach ist malerisch im Inntal gelegen
Der Weg führt vorbei an einem Wasserfall
Der Weg führt vorbei an einem Wasserfall
Anfangs geht es recht knackig nach oben
Anfangs geht es recht knackig nach oben

Nach nur wenigen Minuten war die Ruine der Burg Falkenstein erreicht. Von hier bietet sich bereits ein schöner Ausblick auf das Inntal. Nach der Burg ging es eine ganze Weile durch den Wald. Links hätte ich einen Abstecher auf den Gipfel des Petersberges machen können, auf dem sich eine Wirtschaft befindet. Ich sparte mir aber diesen Abstecher und marschierte weiter in Richtung Riesenkopf.

Vorbei an einer kleinen Kapelle geht es bergauf
Vorbei an einer kleinen Kapelle geht es bergauf
Nach wenigen Minuten ist bereits die Burg Falkenstein erreicht
Nach wenigen Minuten ist bereits die Burg Falkenstein erreicht
Auch wer nur bis zur Burg wandert, hat ein lohnendes Ziel
Auch wer nur bis zur Burg wandert, hat ein lohnendes Ziel

Der Weg gestaltete sich recht abwechslungsreich. Immer wieder führte er an einem kleinen Bach vorbei, dessen Plätschern wie Musik in meinen Ohren klang. Erste Frühlingsvögel trällerten zudem ein Lied und auf einer Alm ließ sich zwischendurch auch mal die Sonne blicken.

Immer wieder plätschert es am Wegesrand
Immer wieder plätschert es am Wegesrand
Auf einer Alm ist erstmals der Gipfelanstieg zu erkennen
Auf einer Alm ist erstmals der Gipfelanstieg zu erkennen
Dort wo die Sonne nicht hinkommt, liegt teils noch Schnee
Dort wo die Sonne nicht hinkommt, liegt teils noch Schnee
Die Szenerie wirkt teils wie in einem Märchenwald
Die Szenerie wirkt teils wie in einem Märchenwald
Auch die Streckenabschnitte im Wald lohnen sich
Auch die Streckenabschnitte im Wald lohnen sich
Zum Teil bietet sich ein freier Blick ins Inntal
Zum Teil bietet sich ein freier Blick ins Inntal

Je höher ich kam desto besser wurde der Blick. Das Ende des Inntals war schön zu sehen, sowie weite Teile des Chiemgaus. Auf der anderen Innseite konnte ich Berge erkennen, die bei mir Erinnerungen weckten. So waren der Geigelstein, das Kranzhorn und die Hochries zu sehen – alles Berge, auf deren Gipfeln ich bereits gestanden hatte.

Bereits auf ca. halbem Weg ist der Simsee in der Ferne zu erkennen
Bereits auf ca. halbem Weg ist der Simsee in der Ferne zu erkennen
Blick hinüber auf die andere Innseite
Blick hinüber auf die andere Innseite
Weit in der Ferne liegen die Berchtesgadener Alpen
Weit in der Ferne liegen die Berchtesgadener Alpen
Teile des Kaisergebirges mit der Ellmauer Halt waren zu sehen
Teile des Kaisergebirges mit der Ellmauer Halt waren zu sehen
Blick hinüber nach Nußdorf
Blick hinüber nach Nußdorf
Rechts ist der Geigelstein zu sehen
Rechts ist der Geigelstein zu sehen
Unten sieht man die Kirche auf dem Petersberg
Unten sieht man die Kirche auf dem Petersberg
Blick in die Chiemgauer Alpen
Blick in die Chiemgauer Alpen
Zwischenzeitlich war der Himmel richtig blau
Zwischenzeitlich war der Himmel richtig blau
An manchen Stellen nahm der Schnee wieder zu
An manchen Stellen nahm der Schnee wieder zu

Als ich an einer Alm einen Wegweiser passierte, der mir verriet, dass es nur noch 35 Minuten bis zum Gipfel waren, stieg die Vorfreude. Doch was dort nicht stand, war, dass jetzt der schwierigste Teil bevorstand. Der Schlussanstieg führte über einen bewaldeten Grat recht steil nach oben. Ich geriet ordentlich ins Schnaufen und hatte auf einem kurzen Schneefeld, das ich unterhalb des Gipfels passieren musste, doch etwas weiche Knie. Dafür lohnte sich der Blick vom Gipfel aber doppelt. Ich war glücklich hier oben sein zu können. Ich war ganz alleine hier, weit und breit keine Spur von niemanden – ein tolles Gefühl! Mein erster Blick fiel auf den Wendelstein, auf dem wunderschön die Kirche und der Bahnhof der Wendelsteinbahn zu erkennen waren. Im Norden schweifte mein Blick über das Alpenvorland. In der Ferne war München zu erkennen, etwas näher Rosenheim und auch der Chiemsee. Ein echter Logenplatz!

Eine letzte Alm war zu überqueren
Eine letzte Alm war zu überqueren
Das letzte Stück ging sehr steil nach oben
Das letzte Stück ging sehr steil nach oben
Hinter dem Gipfelkreuz erhebt sich der Wendelstein
Hinter dem Gipfelkreuz erhebt sich der Wendelstein
Der Gipfel des Wendelsteins war hervorragend zu erkennen
Der Gipfel des Wendelsteins war hervorragend zu erkennen
Auch zur Hochries mit der Seilbahn reichte der Blick
Auch zur Hochries mit der Seilbahn reichte der Blick
Rosenheim war wunderbar zu erkennen
Rosenheim war wunderbar zu erkennen
Das Kranzhorn
Das Kranzhorn
Der Parkplatz Petersberg an der Inntal Autobahn
Der Parkplatz Petersberg an der Inntal Autobahn
Vom Gipfel aus war auch München mit dem Fernsehturm zu sehen
Vom Gipfel aus war auch München mit dem Fernsehturm zu sehen
Blick über den Chiemgau mit dem Simsee
Blick über den Chiemgau mit dem Simsee
Im Norden fällt der Riesenkopf steil ab
Im Norden fällt der Riesenkopf steil ab
Oben rechts sind die Abhöranlagen des BND in Bad Aibling zu erkennen
Oben rechts sind die Abhöranlagen des BND in Bad Aibling zu erkennen
Auch der Chiemsee ist vom Gipfel aus zu sehen
Auch der Chiemsee ist vom Gipfel aus zu sehen
Natürlich habe ich mich ins Gipfelbuch eingetragen
Natürlich habe ich mich ins Gipfelbuch eingetragen
Der Autor dieses Beitrages am Gipfelkreuz
Der Autor dieses Beitrages am Gipfelkreuz

Mein Video zur Tour auf den Großen Riesenkopf

Momentan experimentiere ich etwas mit bewegten Bildern. Auch von der Tour zum Riesenkopf habe ich ein kleines Video produziert:

Webcam mit Blick auf den Großen Riesenkopf

Vom Gipfel des Riesenkopfes hatte ich einen schönen Blick auf Rosenheim. Genau dort steht eine Webcam, die rund um die Uhr Livebilder vom Riesenkopf (3. Gipfel von links) und der Umgebung bietet. Nachfolgend habe ich das aktuelle Livebild der Webcam mit freundlicher Genehmigung durch www.foto-webcam.eu eingebunden. Ein Klick auf das Bild vergrößert die Ansicht.

Livebild aufgenommen durch www.foto-webcam.eu.
Livebild aufgenommen durch www.foto-webcam.eu.

Hilf mit, dass dieser Beitrag oft gelesen wird und teile ihn in den sozialen Netzwerken:

Thomas Limberg

Ob Nordpol, Himalaya oder der Zoo um die Ecke. Immer wenn ich unterwegs sein und Neues entdecken kann, bin ich am glücklichsten. In diesem Blog nehme ich Dich seit 2010 mit auf meine Städtereisen, Roadtrips, Wander-Abenteuer und zu vielem mehr.

1 Kommentar

Hier klicken, um einen Kommentar zu hinterlassen