Auf den Gipfel des Großen Riesenkopfs

Thomas Limberg 10. Februar 2016 1

Oft benötigt man für Bergtouren ein Auto, um zum Ausgangspunkt der Wanderung zu kommen. Da ich jedoch mal wieder ohne fahrbaren Untersatz in den Bergen unterwegs war, musste eine Alternative her. Auf der Suche nach einem geeigneten Berg, bei dem der Ausgangspunkt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, stieß ich auf den Großen Riesenkopf im Mangfallgebirge. Der Startpunkt ist der Bahnhof des kleinen Örtchen Flintsbach im Inntal, das bequem von Rosenheim, München oder Kufstein mit dem Meridian zu erreichen ist.

Der Ausgangspunkt ist bequem per Bahn zu erreichen

Der Ausgangspunkt ist bequem per Bahn zu erreichen

Die Tour im Überblick

volle Distanz: 17647 m
Maximale Höhe: 1303 m
Minimale Höhe: 467 m
Gesamtanstieg: 1158 m

 

So habe ich die Tour auf den Großen Riesenkopf erlebt

In Wanderführern findet man diese Tour kaum, da der Große Riesenkopf anscheinend im Gegensatz zu den benachbarten Bergen wie Wendelstein, Kranzhorn usw. wenig beliebt zu sein scheint. Doch nach all dem, was ich gehört hatte, sollte die Route zum Gipfel relativ einfach und ohne technische Schwierigkeiten machbar sein. Für das Wetter Ende Januar, mit etwas Schneeresten, erschien mir die Tour deshalb ideal. Vom Bahnhof aus führte der Weg zunächst durch das typisch bayerische Dörfchen Flintsbach. Nach gut 10 Minuten war am Ortsrand ein Wanderparkplatz erreicht, an dem der Anstieg begann. Recht knackig ging es durch einen Wald in die Höhe. Vorbei an einem Wasserfall und einer kleinen Kapelle.

Die Wanderung kann am Bahnhof Flintsbach beginnen

Die Wanderung kann am Bahnhof Flintsbach beginnen

Der eigentliche Wanderweg beginnt an einem Parkplatz am Ortsrand

Der eigentliche Wanderweg beginnt an einem Parkplatz am Ortsrand

Flintsbach ist malerisch im Inntal gelegen

Flintsbach ist malerisch im Inntal gelegen

Der Weg führt vorbei an einem Wasserfall

Der Weg führt vorbei an einem Wasserfall

Anfangs geht es recht knackig nach oben

Anfangs geht es recht knackig nach oben

Nach nur wenigen Minuten war die Ruine der Burg Falkenstein erreicht. Von hier bietet sich bereits ein schöner Ausblick auf das Inntal. Nach der Burg ging es eine ganze Weile durch den Wald. Links hätte ich einen Abstecher auf den Gipfel des Petersberges machen können, auf dem sich eine Wirtschaft befindet. Ich sparte mir aber diesen Abstecher und marschierte weiter in Richtung Riesenkopf.

Vorbei an einer kleinen Kapelle geht es bergauf

Vorbei an einer kleinen Kapelle geht es bergauf

Nach wenigen Minuten ist bereits die Burg Falkenstein erreicht

Nach wenigen Minuten ist bereits die Burg Falkenstein erreicht

Auch wer nur bis zur Burg wandert, hat ein lohnendes Ziel

Auch wer nur bis zur Burg wandert, hat ein lohnendes Ziel

Der Weg gestaltete sich recht abwechslungsreich. Immer wieder führte er an einem kleinen Bach vorbei, dessen Plätschern wie Musik in meinen Ohren klang. Erste Frühlingsvögel trällerten zudem ein Lied und auf einer Alm ließ sich zwischendurch auch mal die Sonne blicken.

Immer wieder plätschert es am Wegesrand

Immer wieder plätschert es am Wegesrand

Auf einer Alm ist erstmals der Gipfelanstieg zu erkennen

Auf einer Alm ist erstmals der Gipfelanstieg zu erkennen

Dort wo die Sonne nicht hinkommt, liegt teils noch Schnee

Dort wo die Sonne nicht hinkommt, liegt teils noch Schnee

Die Szenerie wirkt teils wie in einem Märchenwald

Die Szenerie wirkt teils wie in einem Märchenwald

Auch die Streckenabschnitte im Wald lohnen sich

Auch die Streckenabschnitte im Wald lohnen sich

Zum Teil bietet sich ein freier Blick ins Inntal

Zum Teil bietet sich ein freier Blick ins Inntal

Je höher ich kam desto besser wurde der Blick. Das Ende des Inntals war schön zu sehen, sowie weite Teile des Chiemgaus. Auf der anderen Innseite konnte ich Berge erkennen, die bei mir Erinnerungen weckten. So waren der Geigelstein, das Kranzhorn und die Hochries zu sehen – alles Berge, auf deren Gipfeln ich bereits gestanden hatte.

Bereits auf ca. halbem Weg ist der Simsee in der Ferne zu erkennen

Bereits auf ca. halbem Weg ist der Simsee in der Ferne zu erkennen

Blick hinüber auf die andere Innseite

Blick hinüber auf die andere Innseite

Weit in der Ferne liegen die Berchtesgadener Alpen

Weit in der Ferne liegen die Berchtesgadener Alpen

Teile des Kaisergebirges mit der Ellmauer Halt waren zu sehen

Teile des Kaisergebirges mit der Ellmauer Halt waren zu sehen

Blick hinüber nach Nußdorf

Blick hinüber nach Nußdorf

Rechts ist der Geigelstein zu sehen

Rechts ist der Geigelstein zu sehen

Unten sieht man die Kirche auf dem Petersberg

Unten sieht man die Kirche auf dem Petersberg

Blick in die Chiemgauer Alpen

Blick in die Chiemgauer Alpen

Zwischenzeitlich war der Himmel richtig blau

Zwischenzeitlich war der Himmel richtig blau

An manchen Stellen nahm der Schnee wieder zu

An manchen Stellen nahm der Schnee wieder zu

Als ich an einer Alm einen Wegweiser passierte, der mir verriet, dass es nur noch 35 Minuten bis zum Gipfel waren, stieg die Vorfreude. Doch was dort nicht stand, war, dass jetzt der schwierigste Teil bevorstand. Der Schlussanstieg führte über einen bewaldeten Grat recht steil nach oben. Ich geriet ordentlich ins Schnaufen und hatte auf einem kurzen Schneefeld, das ich unterhalb des Gipfels passieren musste, doch etwas weiche Knie. Dafür lohnte sich der Blick vom Gipfel aber doppelt. Ich war glücklich hier oben sein zu können. Ich war ganz alleine hier, weit und breit keine Spur von niemanden – ein tolles Gefühl! Mein erster Blick fiel auf den Wendelstein, auf dem wunderschön die Kirche und der Bahnhof der Wendelsteinbahn zu erkennen waren. Im Norden schweifte mein Blick über das Alpenvorland. In der Ferne war München zu erkennen, etwas näher Rosenheim und auch der Chiemsee. Ein echter Logenplatz!

Eine letzte Alm war zu überqueren

Eine letzte Alm war zu überqueren

Das letzte Stück ging sehr steil nach oben

Das letzte Stück ging sehr steil nach oben

Hinter dem Gipfelkreuz erhebt sich der Wendelstein

Hinter dem Gipfelkreuz erhebt sich der Wendelstein

Der Gipfel des Wendelsteins war hervorragend zu erkennen

Der Gipfel des Wendelsteins war hervorragend zu erkennen

Auch zur Hochries mit der Seilbahn reichte der Blick

Auch zur Hochries mit der Seilbahn reichte der Blick

Rosenheim war wunderbar zu erkennen

Rosenheim war wunderbar zu erkennen

Das Kranzhorn

Das Kranzhorn

Der Parkplatz Petersberg an der Inntal Autobahn

Der Parkplatz Petersberg an der Inntal Autobahn

Vom Gipfel aus war auch München mit dem Fernsehturm zu sehen

Vom Gipfel aus war auch München mit dem Fernsehturm zu sehen

Blick über den Chiemgau mit dem Simsee

Blick über den Chiemgau mit dem Simsee

Im Norden fällt der Riesenkopf steil ab

Im Norden fällt der Riesenkopf steil ab

Oben rechts sind die Abhöranlagen des BND in Bad Aibling zu erkennen

Oben rechts sind die Abhöranlagen des BND in Bad Aibling zu erkennen

Auch der Chiemsee ist vom Gipfel aus zu sehen

Auch der Chiemsee ist vom Gipfel aus zu sehen

Natürlich habe ich mich ins Gipfelbuch eingetragen

Natürlich habe ich mich ins Gipfelbuch eingetragen

Der Autor dieses Beitrages am Gipfelkreuz

Der Autor dieses Beitrages am Gipfelkreuz

Mein Video zur Tour auf den Großen Riesenkopf

Momentan experimentiere ich etwas mit bewegten Bildern. Auch von der Tour zum Riesenkopf habe ich ein kleines Video produziert:

Webcam mit Blick auf den Großen Riesenkopf

Vom Gipfel des Riesenkopfes hatte ich einen schönen Blick auf Rosenheim. Genau dort steht eine Webcam, die rund um die Uhr Livebilder vom Riesenkopf (3. Gipfel von links) und der Umgebung bietet. Nachfolgend habe ich das aktuelle Livebild der Webcam mit freundlicher Genehmigung durch www.foto-webcam.eu eingebunden. Ein Klick auf das Bild vergrößert die Ansicht.

Livebild aufgenommen durch www.foto-webcam.eu.

Livebild aufgenommen durch www.foto-webcam.eu.

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