Die Suche nach der perfekten Fotoausrüstung

Ein Teil meiner Ausrüstung
Ein Teil meiner Ausrüstung

Egal ob ich wandern gehe, eine Reise per Flugzeug ansteht oder ob ich mit dem Kanu unterwegs bin. Immer wieder stelle ich mir die Frage, welche Kamera und welche Objektive kommen ins Gepäck. Nehme ich einen Rucksack oder doch lieber eine Umhängetasche – vielleicht sogar einen wasserdichten Koffer? Inzwischen besitze ich eine zweistellige Zahl an Fototaschen, -rucksäcken und -koffern, doch die eierlegende Wollmilchsau ist bisher nicht dabei. Ich habe so ziemlich alles probiert, was man probieren kann. Ein Rucksack ist zwar bequem zu tragen, doch dauert es immer, bis man an die Fotoausrüstung kommt. Wenn man oft Objektive wechseln will, kann das schon nerven. Geeigneter ist da eine Umhängetasche, die einen direkten Zugriff bietet. Allerdings sind diese oft unbequem zu tragen und bei Aktivitäten, bei denen man länger zu Fuß unterwegs ist, völlig ungeeignet. Was also tun? Ich habe zu Lösungen gegriffen, bei denen Kamera und Objektive in einzelnen Taschen am Gürtel getragen werden. Leider sah das nicht nur völlig bescheuert aus, sondern war auch für meine Zwecke eher unpraktisch. Doch selbst wenn sich eine geeignete Transportlösung finden ließe, bliebe ein Problem bei mir bestehen: das Gewicht. Mir fällt es immer schwer auf Objektive zu verzichten. Kein Zoom oder Weitwinkel dabei zu haben, kann ich mir manchmal einfach nicht vorstellen. Zusammen mit Akkus, Ladegeräten, Speicherkarten, Blitz etc. kommt einiges zusammen. Manchmal beneide ich andere Leute, die „ganz normal“ ohne Schlepperei von Fotoequipment auf Reisen gehen. Deshalb habe ich mir irgendwann eine kleine kompakte Kamera zugelegt und fotografiere immer öfter auch mit meinem iPhone 6. Beides sehe ich als gute Ergänzung, doch wenn ich keine Spiegelreflexkamera dabei habe, vermisse ich oft eine „richtige “ Kamera.

Wie machen das eigentlich andere Reiseblogger?

Bei meiner Suche nach kreativen Lösungsideen, stelle ich mir immer wieder auch die Frage, wie andere Reiseblogger eigentlich fototechnisch unterwegs sind. Ich habe mich durch unzählige Blogs geklickt und dabei festgestellt, dass viele Blogger vor ähnlichen Problemen und Fragen stehen. Ich dachte mir, eine Übersicht, wie es andere machen, könnte deshalb für viele ganz nützlich sein und zur Inspiration dienen. Ich schrieb einige Blogger an und bat sie, mir für diesen Beitrag zu beschreiben, mit welchem Equipment sie auf Reisen ihre Fotos machen. Die unerwartet hohe Zahl an positiver Rückmeldung überraschte mich. Dafür ein großes Dankeschön an alle, die sich hieran beteiligt haben. Hier ist das, was andere Reiseblogger geschrieben haben:

Eine Kamera, die in jede Jackentasche passt

Nicole lebt in Barcelona und berichtet auf www.freibeuter-reisen.org über das Reisen. Es geht um Natur, um Kultur, um das Meer, um Legenden und alte Bräuche. Manchmal gibt es Abenteuer auf dem Wasser, manchmal unter Wasser. Erlebnissen in der Natur werden ebenso geschildert, wie spannende Begebenheiten aus der Stadt. Nicole schießt den Großteil ihrer Fotos mit einer handlichen Kompaktkamera und liefert damit tolle Ergebnisse.

Nicole von www.freibeuter-reisen.org
Nicole von www.freibeuter-reisen.org
Nicole setzt auf leichtes Gepäck
Nicole setzt auf leichtes Gepäck

Zugegeben, ich bin oft etwas neidisch,wenn ich sehe, mit welchen Kameras andere Leute unterwegs sind. Zu gern würde ich auch so eine haben. Allein der Blick auf die Preise solcher Porsche-Kameras holt mich meist schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Mein Budget reicht einfach nicht. Aber im Grunde genommen, bin ich mit meinem Fotoapparat auch ganz zufrieden, eine Lumix Panasonic DMC TZ 61. Sie ist so klein, dass ich keine Kameratasche brauche, denn sie passt in jede Jackentasche. Besonders in Gegenden, in denen man vielleicht nicht unbedingt mit einer fetten Kamera gesehen werden will, wie auf einem Markt voller Menschen (und Taschendiebe), bin ich dann doch ganz froh, dass ich schnell und relativ unauffällig ein Foto schießen kann. Obwohl sie so unscheinbar ist, hat sie ein richtig gutes Zoom Objektiv, das sogar besser ist als das meiner „zu Hause Kamera“, der Canon DS6031. Das ist eine ganz klassische Kamera, aber leider so schwer und unhandlich, dass sie auf Reisen meist nicht mit darf. Für UW-Fotos haben wir dann noch eine Canon S110, auch klein und handlich. 

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Profikamera weicht gelegentlich einer kleinen Kompakten

Julia beschreibt sich selbst als Weltreisende mit Hippieherz. Seit 2009 folgt sie ihrem Herzen und reist um die Welt. In ihrem Blog www.globusliebe.com sind eindrucksvolle Fotos zu sehen.

Julia von www.globusliebe.com
Julia von www.globusliebe.com

Noch vor wenigen Jahren hatte ich auf jeder Reise, sei es mein mehrmonatiger Roadtrip durch Australien oder nur ein Kurztrip in Europa, meine große Spiegelreflexkamera, meine heiß geliebte Canon EOS 7 D dabei. Neben der Kameratasche schleppte ich ein Standardobjektiv 18-135 mm plus eine Festbrennweite von 50 mm mit mir rum. Auf Dauer war das ganz schön lästig und ich habe mein Fotoequipment schon des Öfteren verflucht. Mittlerweile erwische   ich   mich   immer   häufiger   dabei,   dass   ich   aus Bequemlichkeit eine kleine Kompaktkamera einpacke und meine schwere Spiegelreflexkamera zu Hause lasse. Natürlich macht es viel mehr Spaß mit der Profikamera zu spielen, auszuprobieren und zu fotografieren, aber da ich meistens nur mit Handgepäck reise, muss ich extrem auf das Gewicht achten und da ist die kleine Kompaktkamera einfach vorteilhafter. Vor allem für Kurztrips und Städtereisen nutze ich mittlerweile meistens eine   kleine,  handliche   Kamera,   die   ich   immer   griffbereit   habe,   um Schnappschüsse zu schießen. Für richtig gute Landschaftsaufnahmen wie in  Neuseeland oder Australien ist und bleibt meine Canon 7 D allerdings unschlagbar.

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Universalobjektiv mit einer Brennweite von 18 bis 200 mm

Reisen, Camping und Fotografie sind die große Leidenschaft von Tanja, die unter www.taklyontour.de zu diesen Themen bloggt. Die Kölnerin fotografiert u.a. mit einem universellen Objektiv mit einer Brennweite von 18-200 mm, setzt aber auch auf lichtstarke Wechselobjektive.

Tanja von www.taklyontour.de
Tanja von www.taklyontour.de
Tanjas Ausrüstung
Tanjas Ausrüstung

Ich fotografiere mit einer Canon EOS 700D inklusive Schultergurt. Diese „schleppe“ ich auf Reisen grundsätzlich mit mir herum. Manchmal in meinem Kamerarucksack von Mantona manchmal ganz einfach in meiner Handtasche. Da ich den ständigen Objektivwechsel sehr schnell Leid war, habe ich mir vor einigen Jahren das Objektiv von Canon mit einer Brennweite von 18 bis 200mm gekauft. Dieses ist für mich tatsächlich das beste Reiseobjektiv, da es sehr praktisch ist. Sicher büßt es etwas an Qualität ein, aber das ist mir die „Bequemlichkeit“ wert. Wenn ich am späten Nachmittag oder gegen Abend unterwegs bin, ist das Sigma 17–50mm f2,8 mein ständiger Begleiter. Dieses ist wesentlich lichtstärker und ist daher bei schlechten Lichtverhältnissen mein Favorit. Wir reisen häufig mit dem Wohnmobil, dann habe ich auch mein Zoomobjektiv Canon 70-200mm f4,0 und mein Festbrennweitenobjektiv Canon 50mm f1,8 im Gepäck. So  muss ich es in der Regel nicht weit schleppen und habe meine komplette Auswahl immer mit dabei.

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Eine Sony Spiegelreflex erfüllt die Ansprüche perfekt

Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen von ihren Reisen teilen, das ist der Job von Maria Anna, den sie so sehr liebt. Sie berichte in ihrem Blog www.mariameetsanna.com gern in Textform, manchmal mit Videocontent, aber immer mit qualitativ hochwertigem Bildmaterial, weil sie mit Fotos das Erlebte noch besser an ihre Leser weitergeben kann.

Maria Anna und ihr Rucksack
Maria Anna und ihr Rucksack
Ein Teil ihrer Ausrüstung
Ein Teil ihrer Ausrüstung

Angefangen habe ich mit einer normalen Canon Digitalkamera, mit der ich sehr schnell an meine Grenzen gestoßen bin. Eine Spiegelreflex musste her! Die Sony Alpha 330 ist es damals geworden und sie hat mich fünf Jahre lang treu ergeben begleitet, bis ich auch bei ihr qualitativ alles ausgereizt hatte. Und das war gut so: Startet in der Reisfotografie nicht gleich mit einer Vollformatkamera, der ihr, weil ihr noch nicht genug Kenntnisse habt, gar nicht gewachsen seid, sondern probiert euch erst einmal mit einem günstigen Einsteigermodell aus. Das spart Geld und ihr könnt euch austoben – und später auf die großen Brüder umsteigen. Vor einem Jahr ist die Sony Alpha 77 Mark II bei mir eingezogen. Ich habe mich – schon bei der ersten Spiegelreflex – für Sony entschieden, weil sie für meine Ansprüche perfekt war. Ich bin niemand, der Canon, Nikon und Co. verteufelt, es gibt für jeden die richtige Kamera. Die Sonys sind sehr handlich und relativ leicht, haben eine gute Haptik und unter anderem einen im Gehäuse verbauten Bildstabilisator, wodurch die Objektive in der Anschaffung günstiger sind als zum Beispiel bei Canon. Die Sony Alpha 77 Mark II war und ist meine Wunschkamera, weil sie alle Bedürfnisse erfüllt, die ich an eine Kamera für meine Reisen stelle, ohne zu teuer zu werden und unnötige Skills mitzubringen. Ich habe mich auch ganz bewusst gegen eine Vollformatkamera entschieden, da ich hierfür neues Equipment gebraucht hätte. Wo wir auch schon beim Stichwort sind! Viele Reiseblogger greifen zum 18-135 mm Zoomobjektiv, um möglichst wenig Gepäck zu haben. Auch ich spare immer beim Gepäck, aber bei der Kameraausrüstung fällt es mir schwer, weil es zu Lasten der Qualität geht. Immer mit dabei ist nämlich die 35mm-Festbrennweite. Warum? Weil Festbrennweiten qualitativ unschlagbar sind. 35 mm eigenen sich ideal für Porträt und nahe Landschaftsaufnahmen. Dazu ist das 75-300 mm Teleobjektiv für alles, was nah rangeholt werden will, mit an Bord und aktuell noch das 18-55 mm Weitwinkelobjektiv, dass ich aber bald gegen ein geeigneteres ersetzen werde. Denn lasst euch gesagt sein: Dieses Standard-Objektiv ist Murks. Selbst mit meinem iPhone mache ich im Weitwinkelbereich bessere Fotos. Was ich sonst so mitnehme? Einen normalen Rucksack, in den ich die Kameratasche packe, das Walimex-Reisestativ (wiegt nur ein halben Kilo!), den Fernauslöser und einen Putzpinsel für die Objektive. Mit einem normalen Rucksack bin ich bisher immer gut gereist, da auch noch andere Sachen Platz finden und die Kamera trotzdem gut geschützt ist. Außerdem fällt das teure Equipment dann auch nicht so auf – und ich werde nicht gleich als Touri entlarvt. Ich hoffe, meine Tipps helfen euch. Wenn ihr mehr über meine Ausrüstung wissen wollt, könnt ihr ja mal auf meinem Blog vorbei schauen!

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Mit viel Ausrüstung fast zum Nervenzusammenbruch

Lynn betreibt unter http://lieschenradieschen-reist.com einen spannenden Reiseblog. Die Studentin aus Hannover ist viel unterwegs und präsentiert reichlich wunderschöne Fotos. Entsprechend viel Ausrüstung schleppt die 21-jährige auch mit sich herum. Doch führte dies bei ihr bisweilen manchmal fast zum Nervenzusammenbruch.

Lynn von www.lieschenradieschen-reist.com
Lynn von www.lieschenradieschen-reist.com

Vor einer Reise stehe ich jedes Mal vor einem kleinen Nervenzusammenbruch, denn ich  fotografiere gerne, viel und das mit den unterschiedlichsten Formaten und Kameras. Bis vor einiger Zeit habe ich neben Digitaler Spiegelreflexkamera auch analoge Mittel- und Kleinbildkameras mit geschleppt (natürlich inklusive Filme!). Genauso gerne habe ich auch noch eine Sofortbildkamera dabei. Als dann Ende 2014 noch eine GoPro dazu kam, war das Chaos perfekt. An diesem Punkt habe ich für mich auch die Reißleine gezogen. Auf meiner letzten Reise ins südliche Afrika hatte ich für Tieraufnahmen meine Canon Spiegelreflex mit einem Reiseobjektiv dabei, sowie eine Systemkamera und meine GoPro. Ehrlich gesagt ist mir auch das noch zu viel und ich überlege, komplett auf eine Systemkamera und die GoPro umzusteigen. Schließlich soll man etwas entweder ganz oder gar nicht machen oder? Und die beste Kamera ist die, die man dabei hat. Auch mit Equipment will ich mich nicht weiter rum ärgern. Aus diesem Grund habe ich nur ein leichtes Stativ mit und das auch nur, wenn ich weiß das ich es gebrauchen kann. Auf spezielle Taschen gebe ich nicht sonderlich viel. Für mich sind Kameras Gebrauchsgegenstände und ich habe sie am liebsten  direkt in der Hand. In meiner Familie begeistern sich aber mittlerweile alle für Kalahari Fototaschen, die sehen gut aus (so schön afrikanisch) und sind auch noch günstig.

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Die Kamera wird alle paar Jahre gewechselt

Die Journalistin und Autorin Elke lebt an der Nordsee. Passenderweise betreibt sie ein Blog unter dem Namen www.meerblog.de. Darin finden sich wunderschöne Geschichten für Slow Traveller, Bohemians, Genießer, Naturfreaks und alle, die gerne unterwegs sind. Ihr Blog landete bei der Wahl zum Reiseblog des Jahres in diesem Jahr auf Platz 2.

Elke von www.meerblog.de
Elke von www.meerblog.de
Die Kamera hat sie fast immer dabei
Die Kamera hat sie fast immer dabei

Seitdem ich digital fotografiere, nutze ich keine Spiegelreflex mehr. Bei der Umstellung vor mehr als zehn Jahren habe ich mir den alten Traum von der Leica erfüllt. Das war wohl der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, denn die Technik von Panasonic war zu dem Zeitpunkt noch recht anfällig. Meine Leica streikte mehrfach, verbunden mit hohen Reparaturkosten. Seither steige ich alle paar Jahre um, die Lebenserwartung der digitalen Kameras ist einfach nicht mehr so hoch und die Anforderungen steigen ständig. So war mir bei der letzten Entscheidung wichtig, eine W-LAN-fähige Kamera zu haben, damit ich nicht ständig mit dem Handy für Instagram etc. doppelt fotografieren muss. Aktuell bin ich bei einer Samsung NX 300M gelandet, die zwar gut aussieht, angenehm in der Hand liegt und relativ leicht ist, aber für meine Begriffe immer noch nicht schnell genug reagieren kann, selbst wenn es für Momentaufnahmen eine eigene Einstellung gibt. Mir reicht das Standardobjektiv mit 18-55 mm, so dass ich keine Kameratasche benötige. Doch bleibe ich weiterhin auf der Suche nach einer Kamera, die schnell und scharf, lichtstark und leicht ist, auf Reisen nicht groß auffällt und in jede normale Handtasche passt. Da ich sehr viel spontan im Alltag fotografiere, nutze ich oft mein iPhone 6, dessen Kameraqualität mich immer wieder überrascht.

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Die Ausrüstung kunterbunt in der Tasche und im Rucksack

Manuela von www.seiltanz.org berichtet in ihrem Blog sowohl von ihrer weiß-blauen Heimat, aber vor allem auch von Fernreisen oder kurzen Trips. Eine besondere Vorliebe hat die Inhaberin eines Tauchscheins für die Welt unter Wasser. Für das Verstauen der Fotoausrüstung hat die 27-jährige eine kreative Idee: vieles landet bei ihr kunterbunt in der Tasche.

Manuela von www.seiltanz.org
Manuela von www.seiltanz.org
Die perfekte Tasche hat auch Manuela noch nicht gefunden
Die perfekte Tasche hat auch Manuela noch nicht gefunden

Mein Equipment hat sich über die letzten Jahre immer wieder verändert. Aktuell nutze ich hauptsächlich meine Canon EOS 70D mit dem Canon Objektiv 15-85 mm. Mit dieser Brennweite bin ich mehr als zufrieden. Je nach Reise kommen weitere Objektive mit in den Rucksack (z.B.: in Südafrika das Canon 55-250 mm oder für die Nordlichtjagd das Walimex 14 mm). Für Spaßaufnahmen habe ich ab und an die Polaroid Kamera Instax Mini und ein kleines Lensbaby Objektiv dabei. Für meine mehrwöchige Reise in diesem Jahr werde ich das erste Mal nur mit Systemkamera unterwegs sein. Ich habe mich für die Olympus E-M10 entschieden und hoffe, dass wir ein gutes Team abgeben werden. Da ich leicht unterwegs sein möchte, blieb mir eigentlich keine andere Wahl. Für Unterwasseraufnahmen oder actionreichere Momente begleitet mich die GoPro Hero 3. Zu meiner Schande muss ich gestehen das meine Ausrüstung meistens kunterbunt in Rucksack oder Tasche landet. Die Objektive werden in eigenen kleinen Tasche geschützt – der Rest muss da durch. Eine wirklich passende Tasche oder einen Rucksack habe ich auch trotz mehreren Versuchen noch nicht gefunden. Aber wer weiß, vielleicht finde ich hier ja bald einige Ideen…

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Fotos werden ausschließlich mit dem iPhone geschossen

Laura-Lee ist von der Reisesucht befallen und dort hängen geblieben, wo es ihr besonders gut gefällt: in Barcelona. Seit drei Jahren lebt die sympathische Bloggerin, die unter http://thetravellette.com/ von ihren Erlebnissen berichtet in Katalonien. Bei Fotos setzt sie auf unkomplizierte Technik und schießt diese ausschließlich mit einem iPhone.

Laura-Lee von thetravellette.com
Laura-Lee von thetravellette.com

Ich mache alle meine Bilder und auch Videos mit meinem iPhone 6S Plus. Damit gehöre ich sicherlich zu den Exoten unter den Reisebloggern, aber für mich als Amateurfotografin ist es einfach am leichtesten (buchstäblich). Nicht nur auf Reisen nimmt mein Smartphone fast keinen Platz ein. Ich wollte mir eigentlich schon immer mal eine richtige Kamera zulegen, aber irgendwie zieht die Technik so schnell nach, dass ich davon mittlerweile abgesehen habe. Mein Smartphone macht wirklich tolle und scharfe Fotos. Das beste an der Sache ist allerdings, dass ich es immer dabei habe und schneller abdrücken kann als jeder Profifotograf.

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Eindrücke und Erlebnisse statt echter Kunstwerke

Anuschka geht mit dem Kuscheltier-Nilpferd Rosa auf Reisen und berichtet davon unter https://rosasreisen.wordpress.com. Über die Fotoausrüstung macht sich die Kölnerin wenig Gedanken und geht völlig unbefangen zu Werke. Vielleicht liefert sie genau deshalb sehenswerte Fotos.

Anuschka von rosasreisen.wordpress.com
Anuschka von rosasreisen.wordpress.com

Was meine Kamera angeht, da bin ich wirklich kein Profi. Ich habe eine Lumix G2 mit nur einem Objektiv. Ich hätte zwar gerne eins zum Zoomen, aber das ist finanziell einfach nicht drin. Ich muss außerdem gestehen, dass ich mich auch nie wirklich mit den Feinheiten der Kamera auseinander gesetzt habe und mehr oder weniger immer nur drauflosknipse. Das Maximum war, dass ich gelernt habe, wie ich Nordlichter damit fotografieren kann und das war auch mehr ein Glücksspiel. Ich mache mir selten Gedanken über Licht, Komposition oder Weißabgleich. Und eine Tasche hab ich für die Lumix auch nicht, ich wickel sie immer in eine Mütze und schmeiße sie einfach in den Rucksack! 😀 Mit meinem alten iPhone kann man leider auch keine passablen Fotos machen, also dient es in der Hinsicht maximal als Unterlage für die Lumix. Insgesamt ist mein Blog ja nicht so professionell aufgezogen und da ich auch mehr Wert darauf lege, dass die Bilder meine Eindrücke und Erlebnisse widerspiegeln und nicht, dass es wahre Kunstwerke werden, ist das auch okay. Irgendwann, wenn ich mal Zeit und Geld habe – geht das wahrscheinlich trotzdem eher für eine Reise als eine gute Kamera drauf.

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Die Kamera wird mit einem Karabiner befestigt

Corinna bloggt unter www.outdoormaedchen.de über das Draußen sein in allen Facetten. Ob beim Wandern oder bei anderen Outdoor-Aktivitäten, hat sie fast immer eine Kamera dabei und bringt tolle Ansichten mit.

Corinna von www.outdoormaedchen.de
Corinna von www.outdoormaedchen.de

Ein Foto beim Wandern? Kein Problem. Aber wie ist es auf Klettersteigen, bei manchen Geocaches oder beim Caving? Sobald ich eine Sportart mache, die mehr „Felskontakt“ oder Action hat, wird es für mich schwierig, die richtige Fotoausrüstung mitzunehmen. Ich fotografiere seit einigen Jahren mit einer Fujifilm X10, einer Kompaktkamera mit allerlei manuellen Funktionen. Als Schutz vor meiner eigenen Grobmotorik habe ich auf die Linse einen UV-Filter geschraubt und bin oft sehr dankbar darüber. Und wie trage ich sie auf Tour? Es ist verrückt, ich weiß, aber um keinen Moment zu verpassen, trage ich sie immer einfach an einem schönen Kameraband um den Hals. Müsste ich bei aller Anstrengung unterwegs noch immer erst die Kamera raussuchen, würde ich weniger Augenblicke fotografieren können. Das ist Fakt. Von daher  fixiere ich sie mittels Karabiner am Brustgurt meines Rucksacks, um das  Baumeln zu reduzieren und nehme diese etwas nervige Konstruktion in Kauf  für das beste Resultat: Fotos von unterwegs aus dem Moment heraus entstanden.

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Klappdisplay und Sunsniper-Gurt sind super praktisch

Tina schreibt auf www.herbstmoewe.de über das Grüne und Schöne im Ruhrgebiet, über Reisen und Bücher – immer auf der Suche nach schönen Ecken und spannenden Geschichten. Am liebsten ist sie draußen in der Natur unterwegs. Mit im Gepäck sind so gut wie  immer ihre Spiegelreflexkamera und ihr Smartphone.

Tina von www.herbstmoewe.de
Tina von www.herbstmoewe.de
Mit dieser Ausrüstung ist Tina unterwegs
Mit dieser Ausrüstung ist Tina unterwegs

Ich liebe meine Nikon D5100. Sie ist recht klein und liegt gut in der Hand. Außerdem hat sie  ein Klappdisplay, was oft super praktisch ist – z. B., wenn man ein Foto nah am Boden aufnehmen möchte. Wenn ich unterwegs bin, nehme ich meistens nur zwei Objektive mit:  das  Sigma 18-35 mm 1:1.8 Weitwinkel aus der Art-Reihe und das Nikon AF-S DX Nikkor 55-300 mm 1:4.5-5.6 Telezoom. Das Sigma-Objektiv macht richtig tolle Bilder. Das von Nikon ist leider nicht so lichtstark und nur ein monetärer Kompromiss. Die guten Teleobjektive sind einfach viel zu teuer. Erschwinglich und gut sind hingegen meine beiden  Nikon Festbrennweiten 35 mm und 50 mm mit 1.8er Lichtstärke. Die kann ich jedem empfehlen, der  für gute Bildqualität keine Unsummen ausgeben möchte. Ich trage meine Kamera immer mit einem Sunsniper-Gurt, so leidet mein Nacken nicht unter dem Gewicht (das Sigma-Objektiv ist ganz schön schwer!). Mein Smartphone, das Samsung Galaxy S6 Edge, habe ich wirklich immer dabei. Und ich fotografiere damit ohne Ende! Vor allem für meinen Instagram-Account, aber oft auch einfach so für mein Foto-Archiv. Die Bildqualität der aktuellen Smartphone-Kameras ist mittlerweile richtig gut, sodass ich manchmal auch nur mit dem Smartphone fotografiere, wenn mir die „richtige“ Kamera zu schwer ist.

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Eine leichte Kamera als perfekte Ergänzung

Anfang 2012 hat Ralf gemeinsam mit einem Partner den Reiseblog boardingcompleted.me an den Start gebracht. Zudem arbeitet er als Buchautor und Lektor für führende Verlagshäuser (Merian, National Geographic) und schreibt für Printmedien wie Merian, Brigitte, Reisen Exclusiv oder Zeit Online. Seine Fotos sind in zahlreichen Magazinen und Zeitungen erschienen.

Ralf von boardingcompleted.me
Ralf von boardingcompleted.me

Ich nehme in aller Regel die Nikon D7100 mit auf Reisen. Eine gute Spiegelreflexkamera für das semiprofessionelle Segment. Als Objektiv habe ich mich aus Gewichtsgründen für ein Universalreiseobjektiv mit der Brennweite 18-270 mm von Tamron entschieden, was im Prinzip sinnvoll ist, weil es mir die Wechseleien von Objektiven unter freiem Himmel erspart. Dabei allerdings würde meine Wahl nicht noch einmal auf diesen Hersteller fallen, da sich das Objektiv auflöst und außerdem Staub ins Innere der Kamera eindringen lässt. Eine echte Dreckschleuder also. Demnächst kaufe ich mir das Ganze von Nikon. Wenn ich mir das Gewicht ersparen möchte (z.B. bei einer Bergwanderung) nehme ich lieber die Lumix DMC-TZ41 von Panasonic mit, die über ein Leica-Objektiv verfügt und bei Tageslicht sehr anständige Bilder abliefert. Unter dem Strich allerdings mache ich bestimmt 75 Prozent meiner Bilder  mit dem Iphone 6. Die Bilder sind so gut, dass ich manchmal beim  Durchsehen nicht merke, ob ich nun die Nikon oder das Smartphone  verwendet haben. Nicht zuletzt habe ich eine GoPro Hero 3 im Einsatz. Die benutze ich  aber nur noch selten, weil die Kamera ständig angeht, ohne dass ich das  möchte. Dann läuft der Akku heiß und mir wird Angst und Bange.

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Mit schwerem Gepäck unterwegs

Die Schweizerin Anita berichtet seit 2012 auf www.travelita.ch über ihre Wochenendausflüge, Städtetrips und Fernreisen. Die Kamera beschreibt sie als ihren treuesten Reisebegleiter. Leichtes Gepäck hat sie aber nie. An Fotoausrüstung kommt bei ihr einiges zusammen.

Anita von www.travelita.ch
Anita von www.travelita.ch

Ich gehöre definitiv nicht in die Kategorie der Leute, die mit leichtem Fotoequipment umherreisen. Seit im letzten Jahr zur Canon 5d mkIII die Sony a7 rII dazugekommen ist, sind wir zu zweit normalerweise mit je einer Kamera inklusive rund drei Objektiven unterwegs. Unsere Grundausstattung für die Sony sieht aktuell wie folgt aus: Samyang 14 mm f/2.8, Sony Zeiss 35mm f/1.4, Sony FE 90mm f/2.8. Dazu kommen Filter, Fernauslöser und Stativ. Bei Städtereisen setzen wir seit drei Jahren auf die Fototasche Travelshooter von Pajass. Die schöne Ledertasche überzeugt mit Robustheit und sieht dennoch chic aus. Die Tasche bietet Platz für eine Kamera und zwei Objektive, was für einen Tag in der Stadt ausreichend ist. Da wir viel in den Bergen unterwegs sind, haben wir lange nach einem geeigneten Fotorucksack gesucht. Dieser sollte gleichzeitig gut zu tragen sein, schön aussehen und sich auch als Handgepäck für Fernreisen eignen. Ganz schön tricky, ein Modell zu finden, das diesen Anforderungen gerecht wird. Fündig wurden wir zuerst bei Langly. Der Fotoruckasack Alpha Pro bietet Platz für eine Kamera, 3 Objektive, Laptop und zusätzlichen Kleinkram, den man für eine Wanderung oder eine Flugreise halt so mitnimmt. Einziger Nachteil: Das Fotofach lässt sich bei vollgefülltem Rucksack nicht gut öffnen. Leider gibt es die Rucksäcke nicht mehr in der Farbe gelb und das neue Farbspektrum überzeugt mich nicht. Eine bessere Lösung für den schnellen Griff zur Kamera bietet das Modell The Camps Bay von ONA. Dieser Kamerarucksack bietet ebenfalls Platz für eine Kamera, 3 Objektive, Laptop und Kleinkram. Das Kamerafach lässt sich aber deutlich einfacher öffnen als beim Langly.

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GoPro Hero 4 Silver und Smartphone sind immer dabei

Sarah von www.solo-abroad.com bloggt und arbeitet von überall auf der Welt. Sie ist dem klassischen „9 to 5“-Job entflohen und hat sich als Social Media Consultant selbstständig gemacht. Auch sie nutzt keine speziellen Fototaschen und hat sowohl ihr Smartphone als auch eine GoPro immer mit dabei.

Sarah von www.solo-abroad.com
Sarah von www.solo-abroad.com

Ich benutze keine speziellen Fototaschen, sondern nehme meistens einen Beutel oder eine Schultertasche mit, wenn ich unterwegs bin. Derzeit benutze ich folgendes Kamera Equipment: Für Fotos die Kamera Olympus OMD-EM 10. Die finde ich super, da sie leicht zu bedienen, sehr robust und vom Gewicht her sehr leicht ist.Eine optimale Kamera für Langzeitreisen und Leute, die auf DSLR verzichten wollen. Viele Fotos mache ich mit meinem Smartphone. Seit kurzem nutze ich das neue iPhone SE.  Auf keinen Fall darf die GoPro Hero 4 Silver im Gepäck fehlen. Diese nutze ich für Videos und Unterwasser-Aufnahmen (siehe z.B. hier: http://solo-abroad.com/schnorcheln-koh-lanta/). Auch der Selfie Stick ist immer dabei. 🙂 Ab und zu nutze ich die Canon von meinem Freund. Doch mit meiner Olympus komme ich besser klar. Am liebsten nutze ich das Smartphone als Allrounder und die GoPro wegen ihrer Vielseitigkeit.

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Knipsen für den Moment mit einer leichten Kamera

Gudrun berichtet seit 2010 unter www.reisebloggerin.at von ihren Reisen. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – einer eher bescheidenen Ausrüstung, liefert die Wienerin sehenswerte Ergebnisse.

Gudrun von www.reisebloggerin.at
Gudrun von www.reisebloggerin.at

Ich habe sowohl mit dem Reisen als auch mit dem Fotografieren relativ spät begonnen. Also bin ich vor meiner ersten großen Reise (Laos im Jahre 2010) in ein Fotogeschäft gegangen und ließ mich beraten. Meinen Reiseblog gab es damals noch gar nicht, ich wollte einfach eine nicht allzu teure Kamera mit Zoom. Geworden ist es damals eine Lumix TZ-7. Und diesem Modell bin ich treu geblieben, nur heißt mein Modell jetzt Panasonic TZ-61. Grund: Ich bin keine besonders technikaffine Person, verschiedene  Objektive würden mich komplett überfordern, von Blendenzeiten ganz zu schweigen. Ich knipse mehr für den Moment, als das ich mich zu den großen Fotografen zähle. Zusätzlich möchte ich eine leichte, kleine Kamera, die ich auch in die Jackentasche stecken kann. Neben meiner Kamera, für die ich eine Kameratasche der Marke Hama besitze (sie hat eine zusätzliche kleine Tasche mit Platz für zwei Akkus und eine Speicherkarte), fotografiere ich mit meinem Samsung Galaxy S5. Das ist mein ganzes bescheidenes Equipment.

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Mit Spiegelreflex und Selfie-Stick auf Reisen

Sabine, die unter www.geckofootsteps.de über Trips in ferne Länder, über Urlaub in Europa und über Städtereisen berichtet, bloggt auch über Reisen mit ihrem 8-jährigen Sohn. Für Familienfotos ist seit einiger Zeit bei ihr ein Selfie-Stick im Gepäck.

Sabine von www.geckofootsteps.de
Sabine von www.geckofootsteps.de
Ihre Ausrüstung passt in einen kleinen Rucksack
Ihre Ausrüstung passt in einen kleinen Rucksack

Die Fotoausrüstung ist für Reiseblogger natürlich ein wichtiges Thema. Ich bin als Amateur unterwegs, auch wenn ich mir Mühe gebe, dass meine Fotos dies nicht zu erkennen geben. Mit von der Partie sind meine Nikon D5300 Spiegelreflexkamera mit 18-55 Objektiv, eine 32 GB Speicherkarte von Scandisk,  Akku,  das Ladegerät für den Akku und seit neuestem auch mein Selfie-Stick von Cullmann. Zwar habe ich Selfie-Sticks lange Zeit belächelt, bin nun aber total glücklich mit meinem Kauf, weil wir jetzt nicht mehr auf andere Leute zum Fotografieren angewiesen sind. Seitdem der Stick dabei ist, gibt es deutlich mehr gemeinsame Familienfotos von Reisen als vorher. Fotografiert wird hier mit einem iPhone 6S. Dann ist noch mein kleiner Kamerarucksack dabei, der gerade genug Platz bietet, damit alles reinpasst inkl. Geldbörse. Den trage ich auf dem Rücken und kann ihn mit einem Ruck am Brustgurt noch vorne befördern, um bei Bedarf die Kamera schnell rauszuholen. That’s it. Über kurz oder lang möchte ich mir zudem ein neues Objektiv mit einer größeren Brennweite zulegen, weil mein Standard-Ding doch recht schnell an seine Grenzen kommt.

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Ein System für jede Art von Reise entwickelt

Mandy liebt es unterwegs zu sein: neue Orte und Landschaften zu entdecken, fremde Kulturen kennen lernen und den historischen Spuren der Vergangenheit folgen  – genau dann ist sie in ihrem Element. Unter www.travelroads.de teilt die Leipzigerin ihre Erfahrungen und Eindrücke auf Reisen, vom Leben im Ausland, aber auch von Ausflügen vor der eigenen Haustür mit uns.

Mandy von www.travelroads.de
Mandy von www.travelroads.de
Die Aurüstung kommt oft einfach in eine normale Tasche
Die Aurüstung kommt oft in eine normale Tasche

Je nachdem wie lange und wohin ich verreise, entscheide ich mich, was an Foto-Equipment mitkommt und was nicht. Zugegeben, das hält sich bei mir noch in sehr überschaubaren Grenzen, trotzdem habe ich mittlerweile ein System entwickelt, wann ich was einpacke. Für kürzere Trips bis zu 7 Tagen genügt mir in der Regel meine Kompaktkamera von Sony (DSC-HX300) sowie mein Samsung Galaxy s4. Die Kamera erfüllt alle Funktionen, die ich derzeit zum Fotografieren brauche und ist dabei noch relativ handlich – ein wichtiges Kriterium für meine Reisen. Ich mag einfach nicht so viel/ schwer schleppen. Bin ich wie in Porto letztes Jahr mit Freunden unterwegs, die eine Spiegelreflexkamera dabei haben, nutze ich die Chance und tobe mich auch gern damit immer wieder aus. Auf längeren Reisen packe ich dann schon ein wenig mehr ein: Neben der Kamera, dem Smartphone, kommt zusätzlich meine kleine Digitalkamera (Panasonic Lumix) mit, für abends, wenn man nicht mit der großen Kamera unterwegs sein möchte. Wobei ich gestehen muss, dass ich diese zuletzt kaum genutzt habe…  Zusätzlich packe ich auf Fernreisen ein: Mein Notebook sowie zwei USB-Sticks (nehmen nicht soviel Platz weg), worauf ich die Bilder abends speichere als auch mehrere SD-Karten (8-16 GB). Mein altes Stativ habe ich eigentlich nie benutzt, weswegen ich es zuhause gelassen habe. Vor kurzem habe ich mir allerdings einen handlicheren Tripod zugelegt und bin gespannt, ob er auf der nächsten Reise zum  Einsatz kommt. Ansonsten packe ich meine Kamera noch in eine Kameratasche zum Schutz ein, für den Flug usw. Wenn ich dann vor Ort unterwegs bin, kommt sie einfach nur in meine normale Handtasche, damit ich sie schneller griffbereit habe.

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Professionelle Fotografin setzt auf Qualität

Daniela arbeitet als (Reise-)Fotografin. Unter www.reiseknipse.de nimmt sie die Besucher mit in die Reisewelt und zeigt professionelle Reisefotos von rund um den Globus. Sie legt dabei höchsten Wert auf außerordentliche Fotos in hoher Qualität. Entsprechend groß ist mitunter ihre Ausrüstung, die mit auf Reisen geht. Aber auch ein iPhone nutzt sie, um Geschichten zu erzählen. Auf ihrer Firmenseite gibt sie unter http://www.demipress.me/search/label/FotoFreitag interessante Tipps rund um die Fotografie.

Daniela von www.reiseknipse.de
Daniela von www.reiseknipse.de

Da sich meine Arbeit ja auch immer auf meine Kunden bezieht für die ich auf der Welt schöne Fotos mache, stellst sich bei mir eigentlich nicht so die Frage nach der Ausrüstung, denn für professionelle Fotos muss eben alles mit. Im Moment nutze ich bei meiner Arbeit eine Nikon D750 + D7200 plus diverse Objektive, dabei Arbeit ich vermehr mit Festbrennweiten von 20mm + 10-24mm. Einmal weil ich dabei für Imagefotos für meine Hotelkunden „riesengrosse“ Zimmer zaubern kann, für Reiseunterunternehmen oder Destinationen bei Landschaftaufnahmen teils Tiefen schaffen kann, die manchmal an 3D-Fotos erinnern und ganz persönlich für mich bei Aufnahmen mit Menschen als Portrait immer ganz nah heran muss. Mit einer Festbrennweite zu fotografieren gibt mir das Gefühl, noch mehr an der Bildentstehung beteiligt zu sein als mit einem Zoomobjektiv. Und zwar genau deshalb, weil ich mir unter Umständen jeden sichtbaren Zentimeter im Bild erarbeiten muss, ich muss aktiv werden, auf dein Motiv zugehen und das Bild gestalten. Wenn ich mit meiner Festbrennweite Menschen in Nahaufnahme fotografieren möchte, bin ich gezwungen ihre Umgebung zu respektieren und sie um Erlaubnis bitten, ich komme ins Gespräch und erfahre so bereits schon sehr viel mehr von dem Menschen spätestens das erste gemeinsame Lächeln ist oft schon die halbe Miete, für ein gutes Foto. Festbrennweiten sind nicht die “besseren Objektive” sondern lediglich anders und wenn man sich darauf einlässt entdeckt man die Fotografie ganz neu.
Für den Transport habe ich schon seit vielen Jahren einen 1-Tages-Koffer der die Maße beim Handgepäck hat, so dass ich die Kameras immer an Frau habe. Gleichzeitig habe ich die Möglichkeit wenn ich mit meiner Liebelingsairline fliege, dort eine Sondergenehmigung zu beantragen für mehr Handgepäck, so dass ich das ganze immer auf bis 20 kg aufstocken kann. Dazu gehört dann natürlich auch Speichermedien – als Platten, Ladegeräte, Ladegerät Blitzlichter, Ladegerät für verschiedene Akkus, mobilen WLAN-Router und natürlich für meine Reise-Live-Reportagen meine iPhone.
Da ich das iPhone bei meiner Arbeit als Hotel- und Reisefotografin als „Zusatzkamera“ nutze, um egal wo ich auf der Welt für meine Kunden fotografiere bereits eine Reise-Live Reportage über Instagram zeige, ist es für mich eine ideale Ergänzung zu meiner Arbeit mit meinen Nikon Kameras, auf die ich nie verzichten würde und auch keinen Vergleich herstellen möchte. 

zu den Fotos von Daniela auf Instagram >>

Mein Fazit

So unterschiedlich, wie die Reiseblogger fototechnisch unterwegs sind, so vereint doch eigentlich alle der Wunsch danach, Geschichten durch Bilder möglichst einfach erzählen zu können. Ich bewundere Blogger, wie Laura-Lee, die tatsächlich nur mit einem Smartphone fotografieren und dabei trotzdem tolle Bilder zeigen. Ich würde mich jedoch irgendwie nackt fühlen, wenn ich keine „richtige“ Kamera im Gepäck hätte. Trotzdem habe ich auf die Schlepperei mehrer lichtstarker Objektive immer weniger Lust und will künftig auch etwas leichter unterwegs sein. Nicht zuletzt durch die obigen Antworten der Kollegen inspiriert, habe ich mir deshalb jetzt ein Universalobjektiv zugelegt, das den Brennweitenbereich von 18-300 Millimetern abdeckt. In Kombination mit meiner geliebten Canos EOS 600D wird mich dieses künftig sicher öfter begleiten. Wie es sich schlägt, werde ich demnächst verraten.

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Thomas Limberg

Ob Nordpol, Himalaya oder der Zoo um die Ecke. Immer wenn ich unterwegs sein und Neues entdecken kann, bin ich am glücklichsten. In diesem Blog nehme ich Dich seit 2010 mit auf meine Städtereisen, Roadtrips, Wander-Abenteuer und zu vielem mehr.

20 Kommentare

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  • Hallo Thomas,

    das ist wirklich interessant zu sehen, welche Fotoausrüstung andere Bloggerkollegen verwenden. Dankeschön für das interessante Thema und dass ich dabei sein darf. Der Artikel ist wirklich gelungen.

    Viele Grüße,
    Tanja

  • Der Artikel kommt genau richtig. Super Zusammenstellung!!! Ich überlege massiv, wie ich in Peru und Galapagos kameratechnisch unterwegs sein will. Wahrscheinlich wird es wieder meine Nikon mit Universalobjektiv. Und dazu muss ich vor allem wegen Unterwasser endlich lernen minder GoPro umzugehen.

    • Hallo Tabitha,
      wow, Peru und Galapagos – da bin ich gerade etwas neidisch 😉 Aber es freut mich, dass Du mit dem Artikel etwas anfangen kannst. Vielleicht bekommst Du ja dadurch einige Inspirationen und Dir fällt die Entscheidung etwas leichter.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Hallo!

    das ist ein ganz toller Beitrag und auch so passend, denn ich versuche seit ein paar Tagen meine „Noch zu kaufen“-Liste für Vietnam (2017/2018) zu erstellen. Da stellt sich mir natürlich auch die Frage nach dem Fotoequipment, denn ich habe mir eine neue Canon EOS 750d gekauft (58mm Filtergewinde).

    Da ich keine professionellen Fotos, sondern nur schöne Erinnerungen brauche, stellt sich mir natürlich auch die Frage der Hobbyfotografen-Notwendigkeit für teure Objektive aller Art. Ich habe mir jetzt überlegt einfach nur Weitwinkelkonverter und Telekonverter zu kaufen.

    Hast du damit schon Erfahrung? Wie sinnvoll ist es für seltene Reise-Events dann so einen Konverter statt einem richtigen Objektiv zu verwenden?

    Vielen Dank für die Hilfe 🙂

    Liebe Grüße,
    Sara

    • Hallo Sara,
      vielen Dank! Das freut mich 🙂
      Meinst Du mit Weitwinkel- und Telekonvertern diese Aufsätze, die man auf die Objektive schraubt? Damit habe ich mich nie beschäftigt. Das macht in meinen Augen auch absolut keinen Sinn, da Du ja mit der 750D eine recht gute Kamera hast und Du dann die Qualität davon deutlich mindern würdest. Ich empfehle Dir zu der Kamera eher 1-2 ordentliche Objektive. Je nachdem, welchen Brennweitenbereich du Dir wünscht und welche Kompromisse Du in Bezug auf die Lichtstärke eingehen magst, gibt es da für jedes Budget eigentlich gute Lösungen. Ich hoffe, ich konnte Dir damit ein bisschen weiterhelfen. Ansonsten, kannst Du gerne weiter fragen.
      Sonnige Grüße
      Thomas

      • Genau die hatte ich gemeint! Denn angeblich sind sie nicht so schlecht, wenn man nicht zu viel erwartet.

        Hast du einen Tipp für ein gutes Weitwinkel und Teleobjektiv für einen Hobbyfotografen? Ich verlange da eigentlich nicht zu viel und möchte ungerne mehrere hundert Euro dafür ausgeben 🙂

        Danke!

        • Ich würde Dir ganz klar zu einem Universalobjektiv mit einer Brennweite von 18-200 mm – oder wenn Dein Budget etwas mehr hergibt, von 18-300 mm – raten. Diese gibt es bereits ab 150 Euro und Du hast eine solide Grundausstattung.
          Schöne Grüße
          Thomas

  • Hallo.
    Schön zu lesen, was die Anderen so mit sich herumschleppen. Ich bin leider aktuell auf der suche nach einem Ersatz für meine FZ1000. Die hat beschlossen nicht mehr weiter mit mir auf Reisen zu gehen. Innerhalb der Garantie mit einer Krankheit außerhalb der Garantiefälle einfach so aus dem Business ausgestiegen.
    Was mir aber die Möglichkeit bietet, jetzt neu zu schauen, was ich denn gerne mitnehmen würde.
    Und zur Zeit reizt mich die Sony RX Reihe am ehesten. Die Konkurrenz von Canon hat nur ein 3-fach Zoom. Das kommt mir etwas klein vor. Klar, als Reiseblogger mag ich vielleicht mal näher rangehen als andere Reisende. Aber es gibt ja doch das eine oder andere Motiv, wo ich mit nem 3er Zoom nach wie vor zu weit weg bin.
    Gruß, Max