Das Berliner Museum für Naturkunde

Seit langem war ich endlich mal wieder drei Tage am Stück in Berlin. Unbedingt wollte ich mir deshalb ein weiteres der unzähligen Museen der Hauptstadt anschauen, die ich bisher noch nicht besucht hatte. Doch welches? Pergamonmuseum, Ägyptisches Museum, Jüdisches Museum, Technikmuseum, … – die Liste ist endlos lang. Schließlich fiel die Wahl auf ein Museum, das nicht unbedingt zu den bekanntesten Berlins zählt, aber einen spannenden Tag versprach: das Museum für Naturkunde.

Hintergrund ist meine Begeisterung für das Naturkundemuseum in Wien, das ich vor einiger Zeit besucht habe und in dem ich mich Tage hätte aufhalten können. Eine unvorstellbare Zahl ausgestellter Tierpräparate – darunter auch von längst ausgestorbenen Tieren wie Mammuts oder Dinosauriern, hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Da in Berlin ebenfalls ein Schwerpunkt auf den Dinos liegt und man dort laut Guinnessbuch das weltweit größte Dinosaurierskelett ausgestellt hat, war ich mehr als gespannt.

Tatsächlich hätte sich ein Besuch schon allein wegen dieses gigantischen Skeletts gelohnt. Die Größe ist einfach unvorstellbar. Wenn man sich direkt unter den Kopf des Dinos stellt, seinen eigenen Kopf in den Nacken legt und zu ihm nach oben schaut, muss man aufpassen, dass kein Schwindel einsetzt. Es ist einfach unvorstellbar, wie Tiere solcher Größe jemals gelebt haben können.

Doch um es vorweg zu nehmen, der Rest des Museums hat mich eher enttäuscht. Wahrscheinlich ist diese Beurteilung nicht ganz fair, weil ich permanent dazu neige dieses mit dem gigantischen Museum in Wien zu vergleichen, aber wirkliche Highlights konnte ich ansonsten nur wenige finden. Auch hatte ich vorher gelesen, dass das Museum echtes Mondgestein in der Ausstellung hat. Hier muss ich wieder einen Vergleich zu Wien ziehen, wo man einen großen Brocken davon ausgestellt hat – in Berlin waren allerdings nur Staubkörner vom Mond zu sehen, die nur in 4-facher Vergrößerung überhaupt zu erkennen waren.

Trotz alledem kann sich ein Besuch im Naturkundemuseum in Berlin lohnen – jedenfalls dann, wenn man noch nicht in Wien war. Die Ausstellung ist zwar eher  klein, aber dafür ansprechend gestaltet. Schade nur, dass insgesamt nicht mehr zu sehen ist. Viele Türen im Museum sind für private Besucher verschlossen. Hier verbirgt sich anscheinend eine größere wissenschaftliche Sammlung, die bisher keinen Einzug in die zugängliche Schausammlung gefunden hat.

Ein kleiner Tipp für alle, die an dem zynischen Knut-Schauspiel vor einigen Jahren Gefallen gefunden haben: Der Eisbär wurde nach seinem Tod ausgestopft und ist jetzt im Museum zu sehen.

In Berlin ist das weltweit größte Skelett eines Dinosauriers zu sehen
In Berlin ist das weltweit größte Skelett eines Dinosauriers zu sehen
Auch Meteoriten sind im Museum zu sehen
Auch Meteoriten sind im Museum zu sehen
Besucher können einen Film über das Weltall anschauen
Besucher können einen Film über das Weltall anschauen
Die Ausstellungsstücke werden ansprechend präsentiert
Die Ausstellungsstücke werden ansprechend präsentiert
Der Großteil der Vogelsammlung ist für Besucher nicht zugänglich
Der Großteil der Vogelsammlung ist für Besucher nicht zugänglich
Knut - Der wohl berühmteste Eisbär der Welt
Knut – Der wohl berühmteste Eisbär der Welt
Einige große Tiere sind zu sehen
Einige große Tiere sind zu sehen
Ein nicht alltäglicher Anblick - die Nasssammlung
Ein nicht alltäglicher Anblick – die Nasssammlung
Besonders interessant dürfte das Museum für Kinder sein
Besonders interessant dürfte das Museum für Kinder sein

 

Thomas Limberg

Ob Nordpol, Himalaya oder der Zoo um die Ecke. Immer wenn ich unterwegs sein und Neues entdecken kann, bin ich am glücklichsten. In diesem Blog nehme ich Dich seit 2010 mit auf meine Städtereisen, Roadtrips, Wander-Abenteuer und zu vielem mehr.

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