Wie man Biathlon selbst ausprobiert

Irgendwie habe ich da schon immer mal von geträumt: Beim Biathlon mit einem Gewehr am Schießstand auf die schwarzen Scheiben schießen. So lange ich denken kann, schaue ich mir immer wenn ich Zeit habe, fasziniert die Fernsehübertragungen vom Biathlon an. Wie es wohl ist, wenn man mit rasendem Puls am Schießstand ankommt, fragte ich mich immer. Das Problem dabei ist nur, dass man dies als Normalsterblicher nicht so einfach ausprobieren kann – das dachte ich jedenfalls bisher. Denn in der vergangenen Woche, hatte ich die Gelegenheit in der Chiemgau Arena Ruhpolding einmal selbst zu probieren, wie es sich mit Gewehr im Anschlag anfühlt.

In der Chiemgau Arena befinden sich auch Skisprungschanzen
In der Chiemgau Arena befinden sich auch Skisprungschanzen
Leider spielte das Wetter nicht wirklich mit
Leider spielte das Wetter nicht wirklich mit
Blick auf den Schießstand
Blick auf den Schießstand
Schießstand von der anderen Seite
Schießstand von der anderen Seite

Nach einer spannenden Führung durch die Arena durfte ich tatsächlich an den Schießstand. Die Einweisung dazu gab kein geringerer als der Olympiasieger und Weltmeister Fritz Fischer. Klar, dass ich da vor dem ersten Schuss extrem nervös war, schließlich habe ich einen gehörigen Respekt vor Waffen und nicht alle Tage einen ehemaligen Spitzenathleten neben mir. Doch nach der Erklärung, wie man mit dem Gewehr umgeht, wie man es lädt, wie man am geschicktesten atmet und wie man dann auch noch die 50 Meter entfernten Ziele trifft, wollte ich es wissen: Vorsichtig zog ich zum ersten mal am Abzug, und versuchte reflexartig der Kugel nachzuschauen. Dass ich dabei automatisch das Gewehr verriss und daneben schoss, war eigentlich klar. Auch beim zweiten Schuss das gleiche Spiel. Nach dem Abdrücken hob ich den Kopf und versuchte der Kugel nachzuschauen. Erst als mir danach noch einmal erklärt wurde, den Kopf nach dem Abdrücken nicht zu bewegen und weiterhin durch das Visier zu schauen, da man ansonsten automatisch verzieht, wurde es einfacher. In der Folge traf ich mit jedem Schuss. Alle Scheiben wechselten von Schwarz auf Weiß. Ich hatte zwar liegend auf die Ziele geschossen, die die Profis normalerweise im Stehen anschießen, dennoch freute ich mich über die Trefferquote.
Die Scheiben für das Schießen im Stehen haben einen Durchmesser von 11,5 cm und sind somit deutlich einfacher zu treffen als die eigentlichen Scheiben für das liegend Schießen (4,5 cm). Ich hatte mir das Schießen deutlich schwieriger vorgestellt und war überrascht, dass es doch relativ einfach war zu treffen. Wie es aber sein muss, wenn man im Wettkampf mit einem rasenden Puls auf die „richtigen“ Scheiben schießt und das grölende Publikum hinter sich hat, möchte ich gar nicht wissen.

Die schwarze Fläche auf der Scheibe entspricht der Trefferfläche im Stehendschießen
Die schwarze Fläche auf der Scheibe entspricht der Trefferfläche im Stehendschießen
Im Liegendschießen ist die Trefferfläche kleiner
Im Liegendschießen ist die Trefferfläche kleiner
Olympiasieger Fritz Fischer an den Zielscheiben
Olympiasieger Fritz Fischer an den Zielscheiben
Fischer beim Schießen
Fischer beim Schießen
Aus 50 Metern Entfernung wird auf die Ziele geschossen
Aus 50 Metern Entfernung wird auf die Ziele geschossen
Das bin ich, kurz vor meinem ersten Versuch
Das bin ich, kurz vor meinem ersten Versuch

Ich hatte das Glück und wurde zu diesem Erlebnis vom „Chiemgau Tourismus“ eingeladen. Jedoch war ich überrascht, dass eigentlich jeder dieses Erlebnis einfach so zu einem relativ günstigen Preis buchen kann. Infos zu Terminen und Preisen finden sich auf der Homepage von Fritz Fischer unter http://www.biathloncamp.de/.

Vom Schießen habe ich ein ganz kurzes Video gedreht, das hier zu sehen ist:

Biathlon in Ruhpolding für Jedermann

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