Die Durbar Squares in Patan und Bhaktapur

Nachdem ich den ersten Tag in Nepal relativ ruhig und abgeschieden im Kloster verbrachte, bot sich am zweiten Tag die Chance in das „echte Leben“ des Himalayastaates einzutauchen. Das erste Ziel war der Durbar Square in Patan. Durbar Squares sind die Plätze mit den alten Königspalästen. Im Kathmandu Tal gibt es drei davon. Sie alle sind UNESCO Weltkulturerbe. Der Durbar Square in Patan, das auch unter dem Namen Lalitpur bekannt ist, liegt unweit vom Zentrum Kathmandus entfernt. Beide Städte gehen quasi ineinander über. Um so spannender war deshalb schon die Fahrt dorthin. Durch den wuseligen Verkehr der Hauptstadt kam unser Bus nur langsam voran. Perfekte Bedingungen, um während der Fahrt Fotos vom Leben links und rechts der Straße schießen zu können.

Am Straßenrand wurde oft gelächelt
Auch für Kühe gilt Linksverkehr
Faszinierende Konstruktion aus Bambus und Wellblech
Waren das die ersten Überbleibsel der Erdbeben?
Auch Nepal ist ein Land des Lächelns
Frisches Obst gefällig?
Straßenbauarbeiten mal anders
An den bunten Straßenszenen konnte man sich kaum satt sehen
Teilweise war es recht staubig
Wäsche wird auch an einer Hauptstraße getrocknet
Mit dem Bus durch die Gassen zu fahren, machte richtig Spaß
Schulkinder in Uniform

Die Fahrten im Bus empfand ich immer als sehr angenehm. Fast so, als säße man in einem bequemen Kinosessel und würde vor dem Fenster eine großartige Live-Reportage geboten bekommen. Als wir irgendwann den Bus verließen, um zu Fuß zum Durbar Square zu gelangen, brannte die Sonne und die Luftfeuchtigkeit hatte astronomische Höhen erreicht. In Sekunden war man komplett durchgeschwitzt. Doch sich darüber zu ärgern half nicht, hier gab es einfach zu viel zu entdecken. Zum einen waren dort die überall präsenten Zeichen der Religionen. Hinduistische Götter in Form von Statuen oder auf die Wände der Häuser gemalt oder verschiedene Zeichen gläubiger Buddhisten. Auf der anderen Seite, faszinierte mich einfach das ganz normale Leben. Die bunten Kleider der Menschen, wo vor allem eines auffiel: während die Männer in Kleidung, wie sie auch bei uns üblich ist, unterwegs waren, trug kaum eine Frau westliche Kleidung. Fast alle Frauen waren in farbenprächtigen Saris unterwegs.

Die bunten Farben gefielen mir besonders
Auf dem Weg zum Durbar Square
Statuen aus Stein prägen das Stadtbild

Am Durbar Square angekommen breitete sich dann ein komisches Gefühl aus. Keine Ahnung, ob es von der knallenden Sonne kam oder an etwas anderem lag. Mir kam es dort wie in einer Zeitreise vor. Fast so, wie in einem Indiana Jones Film. Ich kann zwar nicht sagen, aus welcher Dynastie die Tempel da vor mir stammten oder welche Könige sie wann zu welchem Zweck errichten ließen, aber Eindruck machte das Gesamtbild trotzdem. Auffällig war, dass viele der Tempel mit Holzbalken zur Straße hin abgestützt waren. Ein Zeichen, dass das Erdbeben im Frühjahr auch hier Spuren hinterlassen hatte und die Gebäude jetzt gegen Einsturz gesichert werden mussten.

Erster Blick auf den Durbar Square
Die Szenen wirkten wie aus einer anderen Zeit
Dass es in Nepal vor Kurzem noch ein verheerendes Erdbeben gab, war hier zu sehen
Die Tempel waren liebevoll verziert

Nach der Besichtigung des Durbar Squares in Patan führte der Weg zu seinem Pendant in Bhaktapur, das ein Stück östlich von Kathmandu liegt, das aber auch inzwischen mit der Hauptstadt baulich verschmolzen ist. Ich persönlich fand diesen Ort fast noch schöner. Er ist weitläufiger und größer als in Patan und unbedingt einen Besuch wert. Leider hat hier das Erdbeben für eine größere Zerstörung gesorgt. Zwar wurde versucht in den letzten Monaten die Spuren zu beseitigen, einige sind aber immer noch sichtbar bzw. irreparabel.

In Bhaktapur ist die Zerstörung zum Teil noch sichtbar
Die Aufräumarbeiten dauern weiter an
Es werden noch einige Tage vergehen, bis alles wieder aufgebaut ist
Stützkonstruktionen sind auch hier nötig
Das National Art Museum blieb vom Erdbeben verschont
Altagsszenen auf dem Durbar Square
Anblicke, die traurig stimmen
Auch hier sorgte das Erdbeben für Zerstörung
Der Aufbau schreitet voran
Es gibt noch viel zu tun
Nicht nur an den Souvenirständen fehlen derzeit die Touristen
Ich habe mich im ganzen Land immer absolut sicher gefühlt
Der Platz wird von Tauben bevölkert
Sehenswert ist fast jede Ecke
Einer der größten Tempel
Leider sieht man auch viel Armut
Viele verschieden Ansichten prägen das Bild Nepals
Traditionelle Handwerksbetriebe haben sich rund um den Square etabliert
Obst gibt es überall zu kaufen
Trümmerberge sind leider auch hier noch oft zu sehen
Hühner fühlen sich wohl
Trotz Zerstörung scheint man zur Normalität zurückgefunden zu haben
Noch liegt Schutt in einigen Gassen
Die Aufräumarbeiten laufen
Einen Besuch ist Bhaktapur trotzdem wert

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