Ich werde der erste Blogger im Weltraum

Manchmal gehen Träume in Erfüllung. Schon als kleines Kind war ich vom Weltraum fasziniert. Ich wollte unbedingt einmal dorthin. Was mir damals utopisch erschien, wird jetzt möglich. Nachdem ich im November im Kennedy Space Center bei der NASA war und anschließend den deutschen Astronauten Hans Schlegel in Houston interviewt habe, entwickelte sich im Anschluss ein reger Austausch mit einem Mitarbeiter der NASA.

Ich werde der erste Blogger im Weltraum
Ich werde der erste Blogger im Weltraum sein

Dieser Mitarbeiter ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und hat offenbar auch gute Kontakte zum Raumfahrtunternehmen Space X von Elon Musk. Ich bat den NASA-Mitarbeiter darum, mir irgendwie die Möglichkeit eines Interviews mit Elon Musk zu verschaffen und hatte tatsächlich Glück. Man sagte mir zu, dass ich telefonisch eine halbe Stunde mit Musk sprechen könne. Vier Tage später fand dieses Interview statt. Musk und ich waren ziemlich auf einer Wellenlänge. Aus den zugesagten 30 Minuten wurden knapp zwei Stunden, in denen wir über viele spannende Themen der Raumfahrt aber auch über persönliche Dinge sprachen.

Am Ende erzählte mir Musk von seinen Plänen, erstmals auch einen Blogger ins All zu bringen, der von der Vorbereitung und der Reise zur ISS berichtet und somit Werbung für den geplanten Ausbau des Weltraumtourismus macht. Er fragte mich, ob ich mir eine solche Reise zutrauen würde. Natürlich habe ich nicht lange überlegt und direkt zugesagt. Wenn jetzt alles glatt läuft, soll ich am 1. April des kommenden Jahres vom Cape Canaveral in Florida zur ISS fliegen.

Raketengarten im Kennedy Space Center
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Da ein solche Flug in den Weltraum nicht mit einem Urlaubsflug im Ferienflieger vergleichbar ist, bedarf es einer gründlichen Vorbereitung. Inzwischen wurde mir ein Plan zugeschickt, auf dem ersichtlich ist, welche Trainingseinheiten ich vor dem Flug zur Raumstation durchlaufen muss. Von medizinischen Checks über Sicherheitseinweisungen und Anprobe von Raumanzügen sind dabei reichlich Termine vorgesehen. Diese werden mich die kommenden 12 Monate sehr fordern, aber mir sicher auch unvergessliche Erlebnisse bescheren.

Vom Kennedy Space Center in Florida werde ich zur ISS starten
Vom Kennedy Space Center in Florida werde ich zur ISS starten

Vorgesehen ist z.B. auch ein Tauchgang im Wasserbecken des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) auf dem Gelände des DLR in Köln. Darin kann die Schwerelosigkeit simuliert werden. Ebenso bei einem sogenannten Parabelflug mit einem ZERO-G-Flugzeug. Zwei Mal werde ich dafür in einem noveSpace Airbus A310 die Schwerelosigkeit bei je 10 Parabeln erleben dürfen.

Ich soll von der ESA und vom DLR fit für meinen Flug gemacht werden und dafür u.a. auch das German Space Operations Center GSOC Oberpfaffenhofen kennenlernen und bei Airbus Defence and Space in Bremen die Technik der Ariane-Raketen vermittelt bekommen. Möglicherweise soll ich auch Alexander Gerst als Mentor bekommen und mit ihm gemeinsam bei der NASA in Houston einige Tests durchlaufen.

Astronaut Hans Schlegel kurz vorm Einsteigen in das Shuttle Atlantis. Foto: NASA/Scott Haun, Rick Prickett
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Elon Musk hat mich bereits vorgewarnt, dass das Programm straff, aber nicht unmöglich wird. Noch kann ich gar nicht realisieren, dass ich möglicherweise der erste Blogger sein werde, der in den Weltraum fliegt und dass ich tatsächlich die ISS besuchen darf. Ich werde die Gelegenheit haben aus 400 Kilometern Höhe auf die Erde zu schauen und kann mir einen Kindheitstraum erfüllen. Ich werde euch aus dem All und von meiner Vorbereitung immer wieder zahlreiche Fotos zeigen und euch so quasi mit ins All nehmen.

Eine original Mondlandefähre habe ich bereits besichtigen dürfen. Ob es in der ISS ähnlich sein wird?
Eine original Mondlandefähre habe ich bereits besichtigen dürfen. Ob es in der ISS ähnlich sein wird?

An persönlichen Gegenständen werde ich übrigens fast nichts mit zur ISS nehmen dürfen. Für einen kleinen Briefumschlag sollte aber Platz sein. Ich werde darin einen Ausdruck aller Kommentare, die ihr unter diesem Artikel schreibt, mitnehmen. Was sind eure kosmischen Grüße, die ihr in den Weltraum transportieren lassen möchtet? Hinterlasst sie unten im Kommentarfeld! Es ist nur ein kleiner Schritt!

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