Ein Wochenende in Hamburg Welche Sehenswürdigkeiten ich bei einem Besuch empfehlen kann

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. Juli 2021 aktualisiert.

Dass sich ein Ausflug nach Hamburg lohnt, ist natürlich längst kein Geheimtipp mehr. Unzählige Sehenswürdigkeiten warten in der Stadt an der Elbe darauf entdeckt zu werden. Neulich habe ich wieder einen Wochenendausflug nach Hamburg unternommen und einige altbekannte Highlights sowie die ein oder andere neue Sehenswürdigkeit besucht. Was man an einem solchen Wochenende in Hamburg erleben kann, verrate ich euch in den folgenden Zeilen.

Wenn man für ein Wochenende Hamburg besucht, muss man die Elbphilharmonie gesehen haben.

Miniatur Wunderland – Eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Ein absolutes Muss und wahrscheinlich eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Hamburg überhaupt ist das Miniatur Wunderland. Entsprechend haben wir unser Wochenende in Hamburg auch dort begonnen. Laut Guinness-Buch der Rekorde ist das Miniatur Wunderland die größte Modelleisenbahn der Welt.

Modell der Speicherstadt im Miniatur Wunderland Hamburg im Maßstab 1:87 bzw H0

Für mich ist es jedoch viel mehr. Die Liebe zum Detail, die in den Modellen steckt ist einfach großartig. Man könnte im Wunderland Tage verbringen und würde immer wieder etwas Neues entdecken. Ob in der Nachbildung von Hamburg im Maßstab 1:87, inklusive Flughafen, Elbphilharmonie und Fußballstadion mit hunderten Miniatur-Besuchern oder in der Schweiz, deren Berge sich über zwei Etagen erstrecken – zu sehen gibt es unfassbar viel.

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Die Schweiz im Miniatur Wunderland Hamburg erstreckt sich über zwei Etagen

Im USA-Abschnitt des Miniatur Wunderlandes, in dem sich z.B. Nachbildungen der Everglades und des Wilden Westens befinden, beeindruckt mich etwas ganz besonders, das im gesamten Wunderland alle 15 Minuten stattfindet – die Abenddämmerung mit anschließender Dunkelheit. Während es in den Ausstellungsräumen langsam dunkel wird, gehen in den Modellen der Anlage immer mehr Lichter an. Im schillernden Nachbau der Glitzermetropole Las Vegas sieht dies unbeschreiblich faszinierend aus.

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Mein Tipp: Nacktwanderer, Wildpinkler oder reisende Pinguine – wer genau hinschaut, kann im Wunderland viele witzige und kuriose Szenen entdecken.

Mitteldeutschland, Österreich, das fiktive Knuffingen und Skandinavien sind weitere Themenabschnitte, die im Miniatur Wunderland, das sich in einem historischen Gebäude der Hamburger Speicherstadt befindet, zu sehen sind. Hinzu kommt der noch relativ neue Abschnitt Italien. Ich fühlte mich hier sofort an tolle Reisen in das Stiefelland erinnert. Rom mit dem Vatikan und dem Petersdom, die Cinque Terre oder das antike Pompeji – tatsächlich wirkt im Miniatur Wunderland alles absolut vorbildgetreu. Am Rande Pompejis, bricht sogar der Vesuv aus.

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Mein persönliches Highlight im Italien-Abschnitt ist jedoch Venedig. Die Nachbildung der Gebäude entlang des Canale Grande wirken so täuschend echt, dass man manche Fotos von diesem Modell kaum von Fotos unterscheiden kann, die tatsächlich in der italienischen Metropole aufgenommen wurden.

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Bereits zu sehen sind auch schon große Teile von Monaco, an dem die Modellbauer des Miniatur Wunderlandes derzeit noch basteln, sowie eine gläserne Brücke, die über einen Fleet ins benachbarte Gebäude der Speicherstadt führt. Hier sollen einmal Teile Süd- und Mittelamerikas sowie der Karibik und Asiens nachgebildet werden.

Ein Wochenende in Hamburg mit Besuch im Miniatur Wunderland

Die Brücke im Miniatur Wunderland soll bald eröffnet werden

Mein Tipp: Das Miniatur Wunderland hat Öffnungszeiten bis in die Nacht hinein. Wer zu später Stunde kommt, darf sich oft über weniger Andrang freuen.

Empfehlung für Hamburg bei Regen

Auch wenn wir noch ewig in dieser kleinen heilen Welt des Modellbaus hätten bleiben können – irgendwann zog es uns weiter. Wir wollten unbedingt noch etwas mehr von Hamburg erkunden. Dass es zwischenzeitlich wie aus Eimern schüttete, war uns ziemlich egal. Zum einen gehört ein solches Wetter ja auch irgendwie zu Hamburg und zum anderen, waren wir auf dem Weg zu einer Hamburger Sehenswürdigkeit, die man wunderbar auch bei Regen besuchen kann. Die Rede ist natürlich von der Elbphilharmonie.

Ein Wochenende in Hamburg. Bei Regen ist es eine Empfehlung die Elbphilharmonie zu besuchen

Besuch der Hamburger Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie ist vom Miniatur Wunderland aus in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Unser Ziel war die sogenannte Plaza der Elbphilharmonie – ein öffentlich zugänglicher Bereich in 37 Metern Höhe, der einen fantastischen Blick auf Hamburg ermöglicht.

Mein Tipp: Der Besuch der Plaza ist kostenlos. Es werden aber nur begrenzt Tickets am Eingang ausgegeben. Es lassen sich auch vorab online Tickets gegen eine Gebühr von zwei Euro reservieren.

Schon der Weg dorthin ist ein Erlebnis. Vom Eingangsbereich der Elbphilharmonie führt eine 82 Meter lange gebogene Rolltreppe nach oben. Durch die sogenannte Tube, führt die weltweit einzigartige Rolltreppe, die Besucher zu einem Panoramafenster im sechsten Obergeschoss. Von dort gelangt man über eine weitere Rolltreppe schließlich zur Plaza im achten Obergeschoss.

Ein Wochenende in Hamburg. Bei Regen ist es eine Empfehlung die Elbphilharmonie mit der markanten Rolltreppe zu besuchen

Ein Wochenende in Hamburg. Bei Regen ist es eine Empfehlung die Elbphilharmonie zu besuchen

Wie schon bei den funkelnden Pailletten in der Tube ist auch hier die Architektur eine ganz besondere. Überall befinden sich große Spiegelflächen, viel Glas und außergewöhnliche Sichtachsen, die einen Vorgeschmack auf das Panorama im Außenbereich liefern. Hier liegen auch die Eingänge zu den Konzertsälen sowie zum Westin Hotel, zum Restaurant “Deck & Deli” und zum Elbphilharmonie Shop.

Plaza der Elbphilharmonie in Hamburg

Plaza mit Eingang zum Großen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg

Mein Tipp: Die Außenplaza ist komplett überdacht und somit auch bei Regen in Hamburg ein ideales Ausflugsziel.

Uns zog es relativ schnell auf die Außenplaza. Auf ihr kann man die Elbphilharmonie einmal komplett umrunden und bekommt dabei unvergleichliche Ansichten vom Hafen und weiten Teilen Hamburgs. Mir hat es hier ausgesprochen gut gefallen. Seitdem ich vor acht Jahren zum ersten Mal in der damals noch in Bau befindlichen Elbphilharmonie war, bin ich ein absoluter Fan von diesem außergewöhnlichen Konzerthaus. Die Plaza ist für mich einer der schönsten Aussichtspunkte Hamburgs.

Die Außenplaza der Elbphilharmonie Hamburg ist einer der schönsten Aussichtspunkte am Hamburger Hafen

Die Plaza der Elbphilharmonie ist überdacht und ein ideales Ausflugsziel für Regen in Hamburg

Die Außenplaza der Elbphilharmonie Hamburg ist einer der schönsten Aussichtspunkte am Hamburger Hafen

Übernachten im Renaissance Hamburg Hotel

Nachdem wir die Elbphilharmonie verlassen hatten, wurde das Wetter leider nicht besser. Wir machten uns auf den Weg ins Hotel im sogenannten Passagenviertel, das direkt an den Jungfernstieg mit Zugang zur Binnenalster angrenzt. Dort befinden sich vor allem viele Läden bekannter Luxus- und Lifestyle-Marken.

Das Passagenviertel mit der alten Post in Hamburg

Geschlafen haben wir in einer Studio Suite im Renaissance Hamburg Hotel. Das Hotel befindet sich in einem sehenswerten Gebäude, das zu den wichtigsten expressionistischen Bauten in Hamburg zählt und aus den 1920er Jahren stammt. Das Hotel erwies sich als idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Sehenswürdigkeiten Hamburgs.

Roland Bremen
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Besuch bei Planten un Blomen

Am nächsten Morgen starteten wir von hier aus zu einem Spaziergang nach Planten un Bloomen. Dieser ausgedehnte Park mit seinen rund 47 Hektar ist so etwas, wie eine grüne Oase mitten in Hamburg. Der Park wurde zum Teil auf den alten Wallanlagen Hamburgs errichtet. Teile des ehemaligen Stadtgrabens wurden in die Gestaltung mit einbezogen.

Besuch im Park Planten un Blomen in Hamburg

Vorbei an den sogenannten Mittelmeerterrassen im alten Botanischen Garten und dem Alpinum sowie den Tropengewächshäusern beginnen wir unseren Rundgang und sind schnell sehr begeistert. Überall blüht es wunderschön. Zu dieser frühen Stunde ist noch wenig Betrieb im Park und wir genießen die Ruhe. Überall gibt es Sitzmöglichkeiten. Wenn wir mehr Zeit hätten, würden wir am liebsten einfach nur einen Tag hier verbringen.

Besuch im Park Planten un Blomen in Hamburg

Besuch im Park Planten un Blomen in Hamburg

Besonders gut gefallen hat mir der Japanische Garten. Dieser ist der größte seiner Art in Europa. Mit seinem Teehaus, den Felsen und fließenden Gewässern ist er ein tolles Beispiel japanischer Gartenkunst, das sich zugleich wunderbar in das Gesamtbild von Planten un Blomen integriert.

Der Japanische Garten im Park von Planten un Blomen in Hamburg

Die Aussicht vom Michel genießen

Zurück spazieren wir entlang des Dammtor Bahnhofs an “unserem” Hotel vorbei bis zur Hauptkirche Sankt Michaelis, die in Hamburg eigentlich nur Michel genannt wird. Wir kaufen uns ein Ticket und fahren mit dem Fahrstuhl zur Aussichtsplattform in 82 Metern Höhe. Viele sagen, dass sich von dort der schönste Blick auf Hamburg ergibt. Ich finde, sie liegen mit dieser Einschätzung völlig richtig. Das nahe Millerntorstadion und die Reeperbahn sind zu sehen, der Fernsehturm, die Speicherstadt, der Hafen mit der Elbphilharmonie und noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und Highlights Hamburgs.

Der Michel in Hamburg

Aussicht von der Aussichtsplattform des Michels in Hamburg auf die Speicherstadt

Aussicht von der Aussichtsplattform des Michels in Hamburg auf den Fernsehturm in Hamburg

Sonnenuntergang im Ruhrgebiet auf der Halde bei Tiger & Turtle in Duisburg
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Aussicht von der Aussichtsplattform des Michels in Hamburg auf den Hafen mit den Musical Theatern

Die Aussichtsplattform vom Michel gehört zu den schönsten Aussichtspunkten in Hamburg

Der Weg zur Aussichtsplattform des Michels ist als Einbahnstraße angelegt. Während man nach oben den Aufzug nehmen muss, gilt es nach unten zu laufen. Über die Treppen im Inneren des Turmes kommt man auch an den gewaltigen Glocken der Kirche vorbei und kann einen Blick auf das Uhrwerk der größten Kirchturmuhr Deutschlands werfen.

Treppen und Glocken im Turm des Hamburger Michel

Der Hamburger Michel von innen mit Rettungsringen

Kein Einlass in die Kramer-Witwen-Wohnung

Direkt hinter dem Michel liegt die Kramer-Witwen-Wohnung. Sie soll eines der letzten erhaltenen Beispiele für eine typisch hamburgische Wohnhofsanlage aus dem 17. Jahrhundert sein. Deshalb hätten wir sie sehr gerne besichtigt. Als wir dort ankommen, hängt aber überraschend ein Schild mit der Aufschrift “geschlossen” im Fenster. Wir sind etwas enttäuscht, vor allem, weil wir vorab im Internet nach den Öffnungszeiten geschaut haben und auf der offiziellen Seite nichts davon steht, dass die Kramer-Witwen-Wohnung momentan geschlossen ist. Ganz im Gegenteil sogar, vermeldet die Stiftung Historische Museen Hamburg als Betreiberin auf ihrer Website: “Seit dem 18. Mai dürfen wir Sie in den Museen der Stiftung Historische Museen Hamburg wieder begrüßen!”.

Kramer Witwen Wohnung in Hamburg

Große Hafenrundfahrt in Hamburg

Spätestens, als wir nach wenigen Minuten am Hafen ankommen, ist die Enttäuschung aber wieder verflogen. Der Hafen, das ist für mich Hamburg. Hier muss ich einfach immer hin, wenn ich in der Stadt bin. Ganz besonders toll finde ich immer eine Hafenrundfahrt. So steuern wir direkt eine der Verkaufsbuden an und kaufen uns ein Ticket für diese rund einstündigen Ausflüge auf dem Wasser.

Große Hafenrundfahrt in Hamburg

Direkt von den Landungsbrücken legt unser weißes Schiff mit den roten Streifen ab. Bei dem wunderbaren Sommerwetter sitzt niemand im Inneren des Schiffes. Alle haben es sich auf dem Sonnendeck gemütlich gemacht und erfreuen sich daran, wie langsam der Fischmarkt und der Museumshafen Övelgönne mit dem Elbstrand an Steuerbord vorbeiziehen.

Fischmarkt Altona in Hamburg

Elbstrand Övelgönne in Hamburg mit Sand an der Elbe

Der Kapitän lässt das Schiff wenden und steuert auf den Containerhafen zu. Wir fahren entlang eines gewaltigen, 400 Meter langen Containerschiffes und sehen einige andere dicke “Pötte”. Auch das Expeditions-Kreuzfahrtschiff Hanseatic Spirit ist zu sehen. Dieses ist für Reisen in die Antarktis gebaut, bietet aber derzeit auch Kreuzfahrten mit Start und Ziel in Hamburg an.

Großes Containerschiff ist bei einer Hafenrundfahrt im Hamburger Hafen zu sehen

Expeditions-Kreuzfahrtschiff Hanseatic Spirit im Hafen Hamburg

An Dock 5 sehen wir, wie gerade für die Marine die neue Korvette „Köln” bei Blohm + Voss gebaut wird, bevor wir an den Landungsbrücken und den Musical Theatern Kurs auf die Elbphilharmonie nehmen. Hier, vom Wasser aus, hat man einen der schönsten Blicke auf das berühmte Konzerthaus. Für uns ist dieser Anblick der perfekte Abschluss einer spannenden Hafenrundfahrt.

Korvette Köln der Marine im Bau im Hamburger Hafen

St. Pauli Landungsbrücken im Hamburger Hafen

Die Elbphilharmonie vom Wasser aus gesehen, zeigt ihre schönste Seite

An den St. Pauli Landungsbrücken

Wir kehren anschließend in die Hafenwirtschaft Hamburg ein. In diesem Biergarten direkt an den Landungsbrücken genießen wir bei einem Fischbrötchen das bunte Treiben auf und neben der Elbe. Als mehrmals ein Pärchen an uns vorbeiläuft, bei dem der Mann seine Frau mit Halsband und Kette sowie auf dem Rücken gefesselten Händen die Landungsbrücken entlangführt, sind wir irritiert. Sollen wir uns freuen, dass Hamburg so weltoffen ist und hier jeder seine Neigungen ausleben kann oder sind wir mit unserer eigenen Toleranz noch nicht so weit?

Anstoßen mit Astra Bier in Hamburg an den St. Pauli Landungsbrücken

Fischbrötchen mit Matjes im Hamburger Hafen

BDSM in Hamburg

Besuch im Alten Elbtunnel

Nachdem wir eine ganze Zeit in dem Biergarten gesessen haben, hat uns leider ein leichter Sonnenbrand erwischt. Wir wollen der Sonne kurz entfliehen und fahren mit dem Fahrstuhl in den Alten Elbtunnel. Hier ist es allerdings sehr voll. Besonders viele Fahrrad-Gruppen uns Junggesellenabschiede sind im Tunnel unterwegs. Uns zieht es dann doch wieder ans Tageslicht.

Besuch im alten Elbtunnel Hamburg

Vom Fischmarkt zur Frauen-Freiluft-Galerie

Wir schlendern entlang der Elbe zum Fischmarkt, kommen dabei am Museums-U-Boot U-434 vorbei und schauen uns schließlich einige Gemälde der Frauen-Freiluft-Galerie an. In diesem Streetart-Projekt sind an mehreren Gebäuden entlang der Großen Elbstraße zwischen Fischmarkt und Övelgönne Kunstwerke zu sehen, die vom Wandel und der Vielfalt weiblicher Wirtschaftskraft im Hamburger Hafen seit 1900 bis heute erzählen.

Museums-U-Boot U-434 im Hafen Hamburg

Die Frauen-Freiluft-Galerie ist ein Streetart Projekt in Hamburg

Mein Tipp: Mehr Infos zur Frauen-Freiluft-Galerie sind unter www.frauenfreiluftgalerie.de zu finden.

Hamburgs sündige Meile – Herbertstraße und Reeperbahn

Anschließend lautet unser Ziel Reeperbahn. Vorbei an der berüchtigten Herbertstraße, die zur Prostitution genutzt wird, kommen wir vorbei an der berühmten Davidwache zur Reeperbahn. Wir schießen einige wenige Fotos, sind dann aber auch schnell wieder verschwunden. Es gibt definitiv schönere Ecken in Hamburg. Wobei ich auch zugeben muss, dass ich vor einigen Jahren auf der Reeperbahn einmal an einer Beatles-Führung teilgenommen habe, die zu den wichtigsten Stationen der “Fab Four” in Hamburg führt. Die Führung war grandios.

Herbertstraße im Hamburger Rotlichtviertel

Blick vom Beatles-Platz an der Reeperbahn in Hamburg in die Große Freiheit

Bordell an der Reeperbahn in Hamburg

Shopping in Hamburg

Vom S-Bahnhof auf der Reeperbahn fahren wir zurück zum Hotel. Ich versuche mich anschließend an einer kleinen Shoppingtour. Doch gebe ich dieses Vorhaben schnell wieder auf. Es ist Samstag und entlang der Mönckebergstraße und der benachbarten Einkaufsstraßen ist es so voll, dass sich vor einigen Läden Schlangen bilden. Ähnlich sieht es in den Restaurants aus. Es gelingt uns leider nirgendwo, an diesem Abend einen Platz zu ergattern.

S-Bahn in Hamburg an der Haltestelle Reeperbahn

Shopping am Samstag in der Mönckebergstraße in Hamburg

Volle Restaurants in Hamburg am Wochenende

Mein Tipp: Während es samstags in der Innenstadt sehr voll ist, lässt sich am, frühen Sonntagmorgen in der Mönckebergstraße und im Passagenviertel fast schon dörfliche Ruhe genießen.

Shoppingstraße am Sonntag in Hamburg

Sonnenuntergang an der Alster

Zum Abschluss des Tages wollen wir noch etwas das Wasser genießen. Uns zieht es zur Alster, die im Licht der untergehenden Sonne besonders schön schimmert. Wir schlendern entlang der Binnenalster und setzen uns an der Außenalster direkt am US-Konsulat auf eine Bank. Von dort bietet sich ein traumhafter Blick über die Alster mit dem berühmten Hotel Atlantic am gegenüberliegenden Ufer.

Die Binnenalster in Hamburg im abendlichen Licht zum Sonnenuntergang

Die Binnenalster in Hamburg im abendlichen Licht zum Sonnenuntergang

US Konsulat in Hamburg an der Alster

Außenalster in Hamburg mit Blick zum Hotel Atlantic

Erneuter Ausflug in die Speicherstadt

Am nächsten Morgen müssen wir uns schon fast wieder von Hamburg verabschieden. Doch wir haben noch einige Stunden Zeit, bis unser Zug fährt. So besuchen wir abermals die Speicherstadt. Am frühen Sonntagmorgen ist hier kaum jemand unterwegs. Als wir von der Poggenbrücke das Wasserschloss fotografieren, ist weit und breit kein Mensch zu sehen.

Die vor der Elbphilharmonie zu sehende Speicherstadt in Hamburg gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO

Tauben in der Speicherstadt Hamburg

Wasserschloss in der Speicherstadt Hamburg von der Poggenbrücke aus fotografiert

Das internationale Maritime Museum

In der unmittelbaren Nachbarschaft zur Speicherstadt liegt das internationale Maritime Museum. Untergebracht im sogenannten “Kaispeicher B”, der als ältestes erhaltene Speicherbauwerk Hamburgs gilt, bietet das Museum schon von außen einen imposanten Anblick.

Der Kaispeicher B ist das älteste Speichergebäude in Hamburg und beherbergt das Internationale Maritime Museum

Wir beschließen zum Abschluss unseres Hamburg Wochenendes das Museum zu besuchen. Obwohl wir zwei Stunden Zeit haben, müssen wir im Schnelldurchlauf durch die wirklich große Sammlung hetzten. Gut und gerne könnte man hier einen ganzen Tag verbringen, denn die Ausstellungsfläche erstreckt sich über 10 Stockwerke.

Lego Schiff Queen Mary 2 im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg

Internationales Maritimes Museum Hamburg

Zu sehen sind tausende von Objekten rund um die Seeschifffahrt sowie unzählige Schiffsmodelle. Dazu reichlich Gemälde, Fotos, Bücher, Karten, Ausrüstungen, Waffen, Uniformen und noch vieles mehr.

Internationales Maritimes Museum Hamburg

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Internationales Maritimes Museum Hamburg

Ganz besonders fasziniert hat mich vor allem das obere Stockwerk. Dort werden rund 50.000 Schiffsmodelle gezeigt. Der größte Teil davon im Maßstab 1:1250. In diesem Maßstab befindet sich dort, neben vielen weiteren Dioramen von Seeschlachten und Häfen auch ein Modell des Hamburger Hafens, das allein durch die unvorstellbare Größe und die vielen winzigen Details absolut beeindruckt.

Internationales Maritimes Museum Hamburg mit einem Modell des Hafens im Maßstab 1:1250

Internationales Maritimes Museum Hamburg mit einem Modell des Hafens im Maßstab 1:1250

Ein perfektes Wochenende in Hamburg

Als wir nach dem Museumsbesuch im Hauptbahnhof in einen Zug steigen, verlassen wir Hamburg mit dem Gefühl, ein tolles Wochenende in der Hansestadt verbracht zu haben. Wir haben viel erlebt und viel gesehen. In der Form dürfte es in nur wenigen anderen Städten in Deutschland möglich sein.

Bei der Reise nach Hamburg wurden wir von der Hamburg Tourismus GmbH und vom Renaissance Hamburg Hotel unterstützt.

Thomas Limberg

Ich bin Thomas – das Gesicht hinter Breitengrad66. Schon seit 2010 nehme ich meine Leser in diesem Reiseblog mit auf Reisen. Unterwegs gibt es fast nichts, für das ich mich nicht begeistern kann. Ob fremde Kulturen, sportliche Herausforderungen, einzigartige Natur, schicke Hotels oder außergewöhnliche Kulinarik – ich bin immer neugierig auf Neues. Auf keiner Reise fehlen darf meine Kamera, denn Fotografie ist eine meiner größten Leidenschaften. Besonders stolz bin ich darauf, dass Breitengrad66 bei der renommierten Wahl zum Reiseblog des Jahres 2020 von Touristik PR unter die 20 besten gewählt wurde. Mehr über diesen Blog und über mich gibt es HIER zu lesen.

2 Kommentare

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  • Moin Thomas,

    wow, da habt Ihr ja einiges in euer Hamburg-Wochenende gepackt! Ich selbst mache dort eher immer gemütlich, was aber auch daran liegt, dass ich mittlerweile recht oft dort bin. Ich konnte einiges aus deinem ausführlichen Blogpost mitnehmen – das Miniatur Wunderland habe ich bisher immer links liegen gelassen, weil ich dachte, es interessiert mich null, aber nach deinen Fotos habe ich doch Lust bekommen.

  • Hi Thomas,

    und wie sich Hamburg als Reiseziel lohnt, war leider länger nicht mehr dort.
    Einerseits aus finanziellen Gründen und dann noch ein größerer Berufswechsel.

    Aber vergessen ist es nicht…

    Hab bisher immer im Hotel Hafen Hamburg übernachtet, auch nicht schlecht;)

    Toller Report, danke für´s mitnehmen.

    Viele Grüße aus NRW
    Stefan