Der Bär heißt Apri-la-pril

Die Fotos der Bären am letzten Sonntag wurden natürlich nicht bei uns aufgenommen. Sie stammen, wie auch dieses Foto, aus dem Grenzgebiet zwischen dem Yukon und Alaska.

Was gibt es für einen Journalisten Schöneres, als so viel Resonanz auf einen Artikel zu bekommen? Über 50 nette E-Mails, zahlreiche Anrufe und Facebook-Einträge sowie ein handschriftlicher Brief waren die Reaktion auf meinen Bären-Artikel vom vergangenen Sonntag. Anscheinend habe ich mit diesem Artikel viele Leser erreicht, unterhalten und zum Nachdenken über eine der faszinierendsten Tierarten überhaupt angeregt. Dafür auch an dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön! Dass natürlich keine Bären im Teutoburger Wald ausgewildert wurden und dass es sich stattdessen um einen Aprilscherz handelte, ist heute im folgenden Artikel in den Osnabrücker Nachrichten zu lesen:

Die Fotos der Bären am letzten Sonntag wurden natürlich nicht bei uns aufgenommen. Sie stammen, wie auch dieses Foto, aus dem Grenzgebiet zwischen dem Yukon und Alaska.
Die Fotos der Bären am letzten Sonntag wurden natürlich nicht bei uns aufgenommen. Sie stammen, wie auch dieses Foto, aus dem Grenzgebiet zwischen dem Yukon und Alaska.

Osnabrück (tl) – Am vergangenen Sonntag (1. April) berichteten wir über im Teutoburger Wald ausgewilderte Bären und baten um Namensvorschläge für die neuen Bewohner. Insgesamt erreichten uns über 9 DIN A4 Seiten mit Leserkommentaren. Zu den schönsten Namensvorschlägen zählten Facetia, Primaprila, Harald, Adelina, Malika, Teddy, Ente, Apri-la-pril, Iltschi, Halona, First April, Aprilina die Erste, Äprileins, Lygi, Hubschrau-Bär, Funny oder Aprila.  Es gab aber auch kritische Zuschriften: „Da machen Sie sich mal selber Gedanken“, schrieb der Geschäftsführer des Naturparks Terravita, Hartmut Escher, der zugleich – augenzwinkernd, wie wir unterstellen – auf die eigenen Bären Terro und Terri verwies, die noch im April das Projekt „Terror.vita“ aufleben lassen sollen. Seine Vision: Zwei Tanzbären befüllen die Waldwege der Region mit  emsigen Drehfiguren. Damit soll nach Angaben Eschers etwas für die eigene Naturschützerseele getan werden. Der Tierpark Nordhorn, in dem Bären auf die Auswilderung vorbereitet werden sollten, meldete sich bei uns und lud uns zu einer eigens angesetzten Pressekonferenz ein. Geschäftsführer Nils Kramer schrieb in der Einladung dazu: „Da uns die beiden Bären, die wir  zurzeit für das Auswilderungsprogramm im Tierpark betreuen, trotz der kurzen Zeit sehr ans Herz gewachsen sind, beteiligen wir uns natürlich auch gerne am Namenswettbewerb. Unser Vorschlag lautet „Tah-Hah-Net“ (Comanche, „Sie lacht“)“. Dem Einsender des schönsten Namensvorschlages hatten wir einen Helikopterflug zur Beobachtung der Bären in Aussicht gestellt. Ein Leser mit Flugangst meldete sich bei uns und fragte, ob er stattdessen ein kostenloses „Jahresabo“ unserer Zeitung bekommen könne. Wir wollen diesem Wunsch gerne entsprechen und versprechen hiermit, auch weiterhin eine kostenlos verteilte  Zeitung zu bleiben. Mehrere Leser berichteten die Bären getroffen zu haben. Leserin Eva-Maria Eberhardt schrieb uns z. B.: „Ich kann nur bestätigen, dass sich die Bären bei uns wohlfühlen, denn ich habe die Bärenmutter letze Woche Mittwoch bei einem Spaziergang getroffen und mich ein wenig mit ihnen unterhalten. Die Forellen seien hier sehr schmackhaft. Nur den beiden Kleinen fehlen noch ein paar Kumpels. Sie freuen sich nun noch auf neue Freunde, aber hoffentlich nicht die Zicke aus der alten Nachbarschaft in Alaska, die immer die dicksten Lachse weggeschnappt hat“. Auch bei google häuften sich die Suchanfragen zum Thema. Uns liegen Informationen vor, nach denen beim größten Internet-Suchanbieter in den vergangenen Tagen über 100-mal nach Infos zu Bären im Teutoburger Wald gesucht wurde.  Trotzdem ist klar: Es war ein Aprilscherz! Die zahlreichen Fragen wie: „In unserer Familie streitet man sich um den Artikel. Ist da etwas Wahres dran oder war es ein Aprilscherz?“ sowie „Mein Freund und ich haben um 500 Euro gewettet, wer hat gewonnen?“, die uns erreichten, dürften damit beantwortet sein. Noch an Karfreitag erreichte die Redaktion eine besorgte Anfrage per E-Mail, diesmal aus Lienen: „War das ein Scherz?“. Ja, war es. Übrigens: Was kein Scherz war, sind die historischen Fakten über Bären in Deutschland und die Empfehlungen zum sicheren Bewegen in Bärengebieten. In Deutschland wurde 1835 der letzte Bär erlegt – und in Bärengebieten sind ein Glöckchen am Schuh sowie lautes Rufen tatsächlich ein probates Mittel um Begegnungen zu vermeiden. Wir bedanken uns bei allen Lesern, die uns mit zahl reichen E-Mails, Briefen, Telefonaten und Facebook-Einträgen zum Schmunzeln  gebracht haben und entschuldigen uns zugleich bei allen, denen wir einen zu  großen Bären aufgebunden haben.

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