Mit Germania nach Zypern

Der Flughafen in Paphos ist ruhig und beschaulich

Im Netz finden sich überraschend viele positive Berichte über die die Fluggesellschaft Germania. Eigentlich wollte ich deshalb schon lange einmal mit der Charter-Airline geflogen sein. Leider hatte sich bisher nie eine Gelegenheit ergeben. Doch jetzt war ich mit Germania auf Zypern. Eingeladen haben mich die Fluggesellschaft sowie das örtliche Fremdenverkehrsamt.

Geflogen bin ich am 22. Mai mit Flug ST2090 von Düsseldorf nach Paphos. Die Boeing 737 mit der Registrierung D-AGEP startete mit geringer Verspätung um 7.23 Uhr auf der Bahn 23L in südwestliche Richtung. Während wir den Rhein überflogen und dann einen Bogen um Neuss machten, freute ich mich am Anblick der in der Morgensonne glänzenden Stadt. Über dem Stadtteil Benrath führte der Weg abermals über den Rhein. Dank einer bereits recht guten Höhe, reichte der Blick bis weit ins Ruhrgebiet hinein.

Als ich am Flughafen Düsseldorf ankomme, geht dort gerade die Sonne auf
Als ich am Flughafen Düsseldorf ankam, ging dort gerade die Sonne auf
Um 6 Uhr war es am Flughafen schon recht voll
Um 6 Uhr war es am Flughafen schon recht voll
Der Check In zog sich etwas in die Länge
Der Check In zog sich etwas in die Länge
Geflogen bin ich mit einer 737-700 von Germania
Geflogen bin ich mit einer 737-700 von Germania
Kurz nach dem Start in Düsseldorf
Kurz nach dem Start in Düsseldorf
Der Weg kreuzte zunächst den Rhein
Der Weg kreuzte zunächst den Rhein
So sieht die Stadt Neuss von oben aus
So sieht die Stadt Neuss von oben aus
Ein Rastplatz an der Autobahn A57
Ein Rastplatz an der Autobahn A57
Die Sonne stand noch recht tief
Die Sonne stand noch recht tief
Romantisch präsentierte sich der Rhein
Romantisch präsentierte sich der Rhein
Über den Flughafen Düsseldorf reichte der Blick bis weit ins Ruhrgebiet
Über den Flughafen Düsseldorf reichte der Blick bis weit ins Ruhrgebiet
Der Rheinturm in Düsseldorf stach hervor
Der Rheinturm in Düsseldorf stach hervor

Dann gab es eine ganze Zeit nichts mehr zu sehen. Über fast ganz Deutschland lag eine geschlossene Wolkendecke. Zeit, für ein kleines Frühstück. Germania servierte ein Omelett mit Brötchen und einem Stück Butter – nicht herausragend, aber völlig ok. Angenehm war auch die Beinfreiheit auf Sitz 1A. Hier handelte es sich um einen sogenannten XL-Sitz mit extra Beinfreiheit. Doch auch weiter hinten war der Sitzabstand durchaus akzeptabel. Ich hatte dort zum Start gesessen und nicht das Gefühl, dass es sonderlich eng war.

Es wurde ein kleines Frühstück serviert
Es wurde ein kleines Frühstück serviert
XL-Seat bei Germania
XL-Seat bei Germania

Erst als wir bei Burghausen über die Grenze zu Österreich flogen, lockerte der Himmel etwas auf. Der Inn war zu erkennen und die Alpen nicht mehr weit. Östlich an Salzburg und Graz vorbei überquerten wir die östlichen Ausläufer. Einige schneebedeckte Gipfel waren zu sehen. Diese zu identifizieren fällt mir immer besonders schwer. Ich glaubte aber, am Horizont den Dachstein erkannt zu haben, ließ mich aber beim späteren Blick auf die Karte eines Besseren belehren. Der Gipfel, den ich gesehen habe lag weiter östlich. Als wir über Ungarn flogen, hatte ich weniger Probleme. Der Balaton ist unverkennbar. Lang gestreckt schimmerte der Plattensee in der Sonne.

Am Inn bei Burghausen wurde die Grenze zu Österreich überquert
Am Inn bei Burghausen wurde die Grenze zu Österreich überquert
Die Alpen kamen in Sicht
Die Alpen kamen in Sicht
Hier vermutete ich den Dachstein. Der kann es aber nicht sein. Wer kann helfen?
Hier vermutete ich den Dachstein. Der kann es aber eigentlich nicht sein. Wer kann helfen?
Trotz Eiskristallen auf dem Flugzeugfenster ist der Balaton unverkennbar
Trotz Eiskristallen auf dem Flugzeugfenster ist der Balaton unverkennbar

Dann zogen wieder viele Wolken auf und die Orientierung wurde schwierig. Von Belgrad und Sofia war nichts zu sehen. Ich fotografierte eine sehenswerte Landschaft, die von Canyos durchsetzt war, weiß aber bis jetzt nicht, was ich da genau fotografiert habe. Entstanden sind die Fotos irgendwo über dem Süden Serbiens oder über Bulgarien. Zwar gab es an Board des Flugzeuges Monitore, die auch den Flugverlauf zeigten. Jedoch wurde dieser nur kurz nach dem Start und vor der Landung eingeblendet. Dazwischen flimmerten größtenteils die Peanuts über die LCD-Bildschirme.

Über Serbien nahmen die Wolken zu
Über Serbien nahmen die Wolken zu
Gelegentlich kamen uns Flugzeuge entgegen
Gelegentlich kamen uns Flugzeuge entgegen
Die Peanuts und Charlie Brown wurden gezeigt
Die Peanuts und Charlie Brown wurden gezeigt
Eine von Canyons durchzogene Landschaft
Eine von Canyons durchzogene Landschaft

Im weiteren Verlauf führte der Flug dann ein Stück über Griechenland und erreichte bei Canakkale die Türkei, um südlich von Antalya dann über dem Mittelmeer Kurs auf Zypern zu nehmen. Gar nicht weit von hier war wenige Tage zuvor der Egypt-Air-Flug MS804 ins Meer gestürzt. Ein komisches Gefühl jetzt hier zu fliegen und zu wissen, dass für 66 Menschen ein Flug ganz in der Nähe tödlich endete. Doch ich versuchte die Gedanken daran zu verdrängen und mich stattdessen auf Zypern zu freuen. Leider war es beim Anflug auf Paphos recht dunstig. Schöne Fotos konnte man so nicht machen. Dafür konnte man sich von oben einen ersten Überblick über die Hafenstadt verschaffen.

Südlich von Antalya nahmen wir über das Mittelmeer Kurs auf Zypern
Südlich von Antalya nahmen wir über das Mittelmeer Kurs auf Zypern
Die Monitore zeigten inzwischen wieder den Flugverlauf
Die Monitore zeigten inzwischen wieder den Flugverlauf
Kleine Schäfchenwolken spiegelten sich auf dem Meer
Kleine Schäfchenwolken spiegelten sich auf dem Meer
Auch größere Wolken wurden vor der Landung durchflogen
Auch größere Wolken wurden vor der Landung durchflogen
Bis Paphos war es jetzt nicht mehr weit
Bis Paphos war es jetzt nicht mehr weit
Der erste Blick auf Zypern, das sich noch etwas im Dunst versteckte
Der erste Blick auf Zypern, das sich noch etwas im Dunst versteckte
Paphos war im Landanflug gut zu sehen
Paphos war im Landanflug gut zu sehen

Nach einer Flugzeit von 3 Stunden und 31 Minuten setzte die Boeing schließlich in Paphos auf. Überrascht war ich vom dortigen Flughafen. Dieser präsentierte sich sehr modern, ruhig und übersichtlich.

Nach drei Stunden und 31 Minuten wurde in Paphos gelandet
Nach drei Stunden und 31 Minuten wurde in Paphos gelandet
Die 737-700 der Germania bei der Ankunft in Paphos
Die 737-700 der Germania bei der Ankunft in Paphos
Die aus Düsseldorf gekommenen Passagiere verlassen das Flugzeug
Die aus Düsseldorf gekommenen Passagiere verlassen das Flugzeug
Der Flughafen in Paphos ist ruhig und beschaulich
Der Flughafen in Paphos ist ruhig und beschaulich

Auch auf dem Rückflug, drei Tage später, bot sich ein ähnliches Bild. Der Wartebereich am Gate ist modern und man bekommt die Zeit hier gut rum. Als nervig empfand ich lediglich das Anstehen am Check-In-Schalter. Aber dieses Problem hat man ja leider bei allen Charter-Fliegern. Geflogen bin ich dann mit einem Airbus A321. Auch hier hatte ich wieder das Glück auf einem XL-Seat sitzen zu können.

Klein und übersichtlich ist der sympathische Flughafen von Paphos
Klein und übersichtlich ist der sympathische Flughafen von Paphos
Der Wartebereich an den Gates
Der Wartebereich an den Gates
Alles was man braucht, bekommt man hier vor dem Abflug
Alles was man braucht, bekommt man hier vor dem Abflug
Flug ST2091 ist zum Einsteigen bereit
Flug ST2091 ist zum Einsteigen bereit
In einem A321 bin ich schon lange nicht mehr geflogen
In einem A321 bin ich schon lange nicht mehr geflogen
Kurz vor dem Einsteigen noch einmal die Sonne Zyperns genießen
Kurz vor dem Einsteigen noch einmal die Sonne Zyperns genießen
Erneut freue ich mich über eine angenehme Beinfreiheit
Erneut freue ich mich über eine angenehme Beinfreiheit

Die 3:43 Minuten in der Luft verliefen relativ unspektakulär. Die Route führte etwas östlicher als auf dem Hinflug nach Düsseldorf. Leider konnte man diese an Board nicht verfolgen, da die Crew die Monitore wegen eines Defektes nicht anstellen konnte. Anhand einiger Wolkenlücken und der Ansagen aus dem Cockpit konnte man sich aber zunächst trotzdem halbwegs orientieren. Von Zypern aus führte der Weg über Antalya an Istanbul vorbei, quer über Bulgarien. Von Rumänien war nichts zu sehen. Dichte Wolken verhinderten hier jeden Blick nach unten. Auch Budapest und Wien versteckten sich. Lediglich dazwischen konnte man einen kurzen Blick auf Bratislava erhaschen.

Leider defekt. Die Monitore blieben auf dem Rückflug aus
Leider defekt. Die Monitore blieben auf dem Rückflug aus
Über Antalya wurde wieder Festland erreicht
Über Antalya wurde wieder Festland erreicht
Seenlandschaft im Westen der Türkei
Seenlandschaft im Westen der Türkei
Ein See rund 100 km nördlich von Antalya
Ein See rund 100 km nördlich von Antalya
Das Flugzeug war fast komplett gefüllt
Das Flugzeug war fast komplett gefüllt
Die Stadt Bursa - kurz vor Istanbul
Die Stadt Bursa – kurz vor Istanbul
In der Ferne war der Istanbuler Flughafen Sabiha Gökçen zu sehen
In der Ferne war der Istanbuler Flughafen Sabiha Gökçen zu sehen
Die Donau kurz vor Bratislava
Die Donau kurz vor Bratislava
Die slovakische Hauptstadt Bratislava samt Flughafen
Die slovakische Hauptstadt Bratislava samt Flughafen

Während wir über den Bosporus flogen servierte Germania übrigens ein Mittagessen. Es gab vegetarische Lasagne mit einem Brötchen. Wie schon auf dem Hinflug nichts Besonderes, aber vollkommen ausreichend.

Die Lasagne schmeckte besser als sie aussah
Die Lasagne schmeckte besser als sie aussah

Welchen Kurs die Maschine danach nahm, konnte ich nur erraten. Die Ansage aus dem Cockpit war nur bruchstückhaft zu verstehen und die Wolken ließen fast keinen Blick nach unten zu. Dass wir über Pilsen Kurs auf die deutsche Grenze nahmen, war während des Fluges nicht zu erkennen. Auch über Deutschland zeigten sich überwiegend Wolken. Wir flogen quer über die Mittelgebirge in Richtung Ruhrgebiet, von wo in einer Kurve über Bochum schließlich Kurs auf Düsseldorf genommen wurde. Ich freute mich besonders, dass wir über Gelsenkirchen die Halde Rheinelbe bzw. Himmelstreppe überflogen, denn diese habe ich mir als eine meiner nächsten Ausflugsziele vorgenommen. Einem schönen Blick über Essen folgte die Aussicht auf den Flughafen Essen/Mülheim. Dann noch ein aussichtsreicher Blick über die Ruhr und einen netten Stau auf der Autobahn A3 am Kreuz Breitscheid, bevor wir um 16:06 Uhr auf der Bahn 23R landeten.

Die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen
Die Halde Rheinelbe in Gelsenkirchen
Essen von oben
Essen von oben
Der Flughafen Essen/Mülheim
Der Flughafen Essen/Mülheim
Immer wieder schön - die Ruhr
Immer wieder schön – die Ruhr
Stau auf der Autobahn A3
Stau auf der Autobahn A3

Insgesamt haben mich die beiden Flüge mit Germania durchaus überzeugt. Die Sitze waren bequem, das Essen ausreichend und das Personal sehr freundlich. Die positiven Bewertungen, die sich vielfach im Internet finden, sind absolut nachvollziehbar. Zumal ich bei anderen Charter-Fliegern schon die schlimmsten Dinge erlebt habe. Dass die Monitore auf dem Rückflug nicht verfügbar waren, war zwar blöd, tat dem ansonsten recht runden Angebot aber keinen Abbruch. Was ich in Zypern gemacht habe und wie es mir dort gefallen hat, darüber wird in den nächsten Tagen etwas in diesem Blog zu lesen sein.

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Thomas Limberg

Ob Nordpol, Himalaya oder der Zoo um die Ecke. Immer wenn ich unterwegs sein und Neues entdecken kann, bin ich am glücklichsten. In diesem Blog nehme ich Dich seit 2010 mit auf meine Städtereisen, Roadtrips, Wander-Abenteuer und zu vielem mehr.

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