Mit Cobalt nach Zypern

Die Messlatte lag hoch. Nachdem ich in den letzten Jahren einmal mit Germania und einmal mit Condor nach Zypern geflogen bin – und mir diese Flüge sehr gut gefallen haben – ging es in diesem Jahr mit Cobalt auf die drittgrößte Mittelmeerinsel.

Ein Airbus A320 der Cobalt Airline auf dem Weg von Düsseldorf nach Zypern
Foto: www.bereisediewelt.de

Cobalt ist ein zypriotischer Billigflieger

Cobalt ist eine zypriotische Billigfluglinie, die seit 2016 auf dem Markt ist und quasi die Nachfolge der Cyprus Airways übernommen hat. Vom Flughafen Larnaka aus operiert die Airline mit zwei Airbus A319-100 und vier Airbus A320-200 zu Zielen in ganz Europa. In Deutschland werden Frankfurt und seit Mai auch Düsseldorf angeflogen.

Auch wenn ich leider nicht beim Erstflug dabei war, habe ich doch beim zweiten Start aus der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt an Bord des Cobalt-Fliegers gesessen. Eine Tatsache, die mir direkt zu Beginn nicht wirklich gefallen hat ist, dass man für Deutschland-Flüge nicht online einchecken kann. Fliegt man als Gruppe, bleibt nur die Option, möglichst früh am Flughafen aufzuschlagen, damit die Plätze nebeneinander nicht irgendwann alle besetzt sind.

Angemessene Preise und guter Service

Ansonsten kann man an der Cobalt eigentlich kaum etwas Negatives finden. Klar, es gibt kein gratis Essen an Bord und Monitore in der Kabine fehlen komplett. Doch sind wir mal ehrlich, wenn der Flugpreis stimmt, kann man sich auch mal ein Sandwich kaufen und auf irgendwelche Blockbuster verzichten, oder?

Insgesamt habe ich mich bei Cobalt sehr wohl gefühlt. Die Preise für das Essen und Trinken liegen eigentlich völlig im Rahmen. Ein Kaffee kostet 2,50 Euro, eine Cola ebenfalls und für ein Snickers werden 1,50 Euro fällig. Die Ticketpreise liegen auch bei kurzfristigen Buchungen oft unter 100 Euro pro Weg und auch das Personal war sehr freundlich. Ich habe den Sitzabstand zwar nicht nachgemessen, gefühlt würde ich diesen aber als durchaus üblich beschreiben.

Essen und Trinken Cobalt Airline Zypern

Geflogen bin ich mit dem A320-200 mit der Registrierung 5B-DCZ. Es handelt sich dabei um eine knapp 12 Jahre alte, fast schneeweiße Maschine, die einst im Dienst von Aeroflot stand und an deren Rumpf der Schriftzug “Cyprus in your heart” bereits beim Betreten für Vorfreude auf Zypern sorgt. Für einen Billigflieger eher untypisch gibt es neben 144 Sitzplätzen in der Economy Class auch – wie bei allen Cobalt A320 – 12 Plätze in der Business Class.

 

Sitze der Economy Class in der Cobalt Airline

Sitze der Business Class in der Cobalt Airline

Das Wetter verhinderte den freien Blick

Verlassen haben wir Düsseldorf, wegen eines recht hohen Verkehrsaufkommens, mit 34 Minuten Verspätung auf Bahn 05 R. Laut Aussage des Kapitäns wurde diesem vom Tower wohl kein früherer Slot zugeteilt. Das Wetter war zunächst frühlingshaft und hielt sich noch bis Frankfurt, wo es eine schöne Sicht auf den Flughafen gab. Jedoch verhinderte spätestens ab München eine dicke Wolkendecke den Blick nach unten.

Flughafen Düsseldorf Airport Landebahn

Flughafen Airport Frankfurt Luftaufnahme

Berge an der italienisch-slowenischen Grenze

Eigentlich schade! Denn bei Alpenüberflügen mag ich immer total den Blick auf die Berge. Vorbei an Rosenheim, quer über das Inntal und mit Kurs auf Zell am See hätte sich der Ausblick wahrscheinlich sehr gelohnt. Erst an der italienisch-slowenischen Grenze gaben die Wolken einen kurzen Blick auf den ein oder anderen Gipfel frei.

Freie Sicht auf Rhodos

Im weiteren Flugverlauf, der quer über Kroatien und Albanien in Richtung Griechenland führte zeigte sich dann endgültig eine geschlossene Wolkendecke. Erst als wir östlich von Athen auf die Ägäis zusteuerten, zeigten sich vermehrt kleinere Lücken im dichten Weiß der Wolken. Wir überflogen Kos und hatten über der Insel Tilos erstmals wieder klare Sicht. So bot sich wenig später auch ein toller Blick auf Rhodos.

Mit der Airline Cobalt einmal quer über Zypern

War ich bei den vorangegangenen Flügen noch weiter östlich über die Türkei geflogen, gab es jetzt bis Zypern kein Land mehr zu sehen. Zypern erreichten wir schließlich bei Pomos und flogen dann einmal von Nordwesten nach Südosten quer über die Insel. Immer nördlich entlang des Troodos Gebirges. Leider lag extrem viel Sand aus der Sahara in der Luft. Die Sicht war dadurch etwas eingeschränkt, aber trotzdem ergab sich der ein oder andere interessante Blick auf die Insel der Aphrodite.

Nach vier Stunden und einer Minute am Ziel

Nach genau vier Stunden und einer Minute Flugzeit setzte der Airbus nach einer Schleife über der Bucht von Larnaka auf der Bahn 22 auf. Wir hatten zwar etwas Pech mit dem Wetter, dafür kann aber die Airline nichts. Alles in Allem würde ich Cobalt jederzeit empfehlen. Zwar muss man sich darüber im Klaren sein, dass man gewisse Abstriche machen muss und somit nicht ganz an die Qualität von Condor oder Germania herankommt, aber eine gute Alternative ist Cobalt allemal.

Airbus A320 der Cobalt Airline auf dem Flughafen Larnaka

Ich wurde von der Fremdenverkehrszentrale Zypern zu diesem Flug eingeladen. Mit mir im Flieger saßen u.a. Janine von www.breisediewelt.de, Tanja von www.reiseaufnahmen.de, Mandy von www.travelroads.de und Sabine von www.geckofootsteps.de.

Thomas Limberg

Ob Nordpol, Himalaya oder der Zoo um die Ecke. Immer wenn ich unterwegs sein und Neues entdecken kann, bin ich am glücklichsten. In diesem Blog nehme ich Dich seit 2010 mit auf meine Städtereisen, Roadtrips, Wander-Abenteuer und zu vielem mehr.

1 Kommentar

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  • Hi Thomas,

    hab mir gerade mal die Flotte con Cobalt Air angeschaut, sind ja alle schon etwas älter.

    Jedoch sind die Airline Vorbesitzer ganz interessant, sie sind auch über viele Länder der
    Erde verstreut.

    Einige Maschinen waren auch schon in Indien oder Südamerika, oder sogar in den Emiraten.

    Viele Grüße

    Stefan

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