Warum sich der Zoo Dortmund nicht lohnt

Übrigens, trotz Spätsommer, habe ich fast nirgendwo Blumen blühen sehen. Einzige Ausnahme: Bei den Nashörnern

Die Meinungen über den Zoo Dortmund gehen stark auseinander. Wenn man im Internet nach Bewertungen dazu sucht, stößt man auf viele positive Stimmen, aber auch auf einige Bewertungen, die recht verheerend ausfallen. Da ich selbst in sehr vielen Zoos war und über einige auch hier im Blog berichtet habe, musste ich mir auch den Zoo in Dortmund einmal anschauen. Um es vorweg zu nehmen: Für mich war es der unattraktivste Zoo, den ich je besucht habe.

Der Zoo wirkte auf mich insgesamt sehr ungepflegt
Der Zoo wirkte auf mich insgesamt sehr ungepflegt
Rund um das Gehege dieses Ameisenbären wuchert es ordentlich
Rund um das Gehege dieses Ameisenbären wuchert es ordentlich
Verbotsschilder gibt es viele, ungepflegte Ecken leider auch
Verbotsschilder gibt es viele, ungepflegte Ecken leider auch
Geputzt wurde an vielen Stellen offensichtlich schon lange nicht mehr
Geputzt wurde an vielen Stellen offensichtlich schon lange nicht mehr

Ich bin sicher kein Fachmann was Tierhaltung angeht und habe mich auch bei meinen bisherigen Zoo-Bewertungen nie dazu ausgelassen, allerdings muss selbst der Laie beim Anblick einiger Gehege in Dortmund ins Grübeln kommen. Doch es ist nicht nur die Tierhaltung, die mir in Dortmund überhaupt nicht gefallen hat. Insgesamt machte der Zoo auf mich einen ungepflegten und heruntergekommenen Eindruck.

Nicht sonderlich schön gestaltet und zugewuchert sind viele Gehege
Nicht sonderlich schön gestaltet und zugewuchert sind viele Gehege
Direkt am Eingang befindet sich dieser unansehnliche Verschlag
Direkt am Eingang befindet sich dieser unansehnliche Verschlag

In einer Rezension schreibt eine Besucherin, die den Zoo drei Wochen vor mir besucht hat: „Mir scheint es hier eher am Wollen als am Können zu liegen“. Das entspricht ganz meiner Meinung. Dass der Zoo alt ist, kann ja einen besonderen Charme ausmachen – vorausgesetzt man pflegt das Gelände und sorgt für den passenden (Tier-)besatz. Ich fand es jedoch, wie die Rezensentin, an vielen Stellen recht schmuddelig. Die Tierhäuser waren von außen mit Grünbelag überzogen, Fenster wurden an vielen Stellen offensichtlich schon seit Monaten nicht mehr geputzt und die Schilder mit Infos zu den gehaltenen Tierarten waren zum Teil mit Dreck überzogen.

Relativ lieblos wirkt der Streichelzoo vor dem Regenwaldhaus
Relativ lieblos wirkt der Streichelzoo vor dem Regenwaldhaus
Hier gammelt vieles vor sich hin
Hier gammelt vieles vor sich hin
Auch bei den Dachsen zeigt sich ein ähnlich gammeliges Bild
Auch bei den Dachsen zeigt sich ein ähnlich gammeliges Bild
Blick auf den Kinderspielplatz
Blick auf den Kinderspielplatz

Auch die Gestaltung der Gehege empfand ich einfach nur als völlig lieblos. In vielen befanden sich vertrocknete Pflanzen, die Amazonas-Aquarien im Regenwaldhaus waren völlig spartanisch eingerichtet und insgesamt machten einige der Anlagen einen traurig stimmenden Eindruck auf mich. Wie gesagt, ob diese zu klein sind oder nicht, kann ich nicht beurteilen, ich hätte mir aber insgesamt deutlich weniger Tierarten in dafür größeren und gepflegteren Gehegen gewünscht. Zumal der Zoo selbst das ehemalige Tigergehege für die Besucher begehbar gemacht hat und darin auf Schildern hinweist, dass sich Tiere im Zoo einst wie eine Sardine in der Dose gefühlt haben. Fast schon zynisch empfinde ich es da, wenn man die benachbarten Anlagen der Seelöwen oder Jaguare sieht – beide jeweils auch nicht wesentlich größer.

Von einem Amazonas-Aquarium erwarte ich irgendwie etwas anderes
Von einem Amazonas-Aquarium erwarte ich irgendwie etwas anderes
Das ehemalige Tigergehege ist jetzt für Besucher begehbar
Das ehemalige Tigergehege ist jetzt für Besucher begehbar
Eine Natter mit Häutungsfehlern
Eine Natter mit Häutungsfehlern

Man könnte natürlich für all diese Dinge Gegenargumente ins Feld führen und mit einem nur kleinen zur Verfügung stehenden Budget argumentieren, jedoch zeigen andere Zoos – mit teils deutlich weniger Mitteln – was man auch aus alten Anlagen machen kann oder wie man sich die entsprechenden Mittel beschafft. Für ein etwas positiveres Bild hätte es mir fast schon gereicht, wenn wenigstens der ein oder andere Gärtner im Zoo für etwas Ordnung gesorgt hätte. Am Wegesrand wucherte es teilweise ordentlich, Hecken wurden zum Teil schon länger nicht mehr geschnitten und versperrten – vor allem für kleinere Besucher – an vielen Stellen die Sicht auf die Gehege. Die Sicht wäre ohnehin noch ein weiterer Kritikpunkt: Rollstuhlfahrer oder kleine Kinder dürften an einigen Stellen Probleme haben genügend zu sehen. Die wuchernden Hecken zwischen den Wegen und den Gehegen sind leider nicht das einzige Problem. Es fehlt oft auch an erhöhten Beobachtungsplätzen oder anderen Möglichkeiten, die einen besseren Einblick in die Gehege ermöglichen.

Es fehlt an geeigneten Beobachtungsplätzen. Irgendetwas versperrt fast immer die Sicht
Es fehlt an geeigneten Beobachtungsplätzen. Irgendetwas versperrt fast immer die Sicht
Vor allem Rollstuhlfahrer und Kinder haben an vielen Stellen schlechte Karten
Vor allem Rollstuhlfahrer und Kinder haben an vielen Stellen schlechte Karten
Durch die wuchernden Hecken finden selbst Erwachsene oft nur schwer ein Guckloch
Durch die wuchernden Hecken finden selbst Erwachsene oft nur schwer ein Guckloch
Einladend sieht auch dieser Bereich nicht gerade aus
Einladend sieht auch dieser Bereich nicht gerade aus
Ob die Bank absichtlich mit dem Rücken zum Gehege steht?
Ob die Bank absichtlich mit dem Rücken zum Gehege steht?

Insgesamt kann ich folgende Bewertung sehr gut nachvollziehen, die vor wenigen Tagen auf der Internetplattform Tripadvisor abgegeben wurde. Darin heißt es: „Die Tiere wirken als hätten sie sich ihrem trostlosem Schicksal ergeben und machen keinen glücklichen Eindruck. Nicht dass wilde Tiere im Zoo überhaupt glücklich sein können aber hier möchte man wirklich nur die Käfige aufreißen und sie alle befreien. Es fällt nicht leicht den Zoo der Stadt in der man gerne lebt so zu bewerten aber ich werde ihn nie wieder mit meinem Eintrittsgeld unterstützen.“ Auch ich war ähnlich traurig. Besonders beim Anblick der Rentiere, die ich in ihrer ganzen Pracht einst über die weiten Tundralandschaften in Kanada und in Norwegen habe traben sehen. Wenn man dieses Bild im Hinterkopf hat und dann sieht, wie die kleine Herde in dem von Beton eingefassten Gehege im Kreis trabte, hätten einem fast die Tränen kommen können. Als ich dann auch noch die Anlage mit einem Brillenbären sah, wäre es wirklich fast soweit gewesen. Ich frage mich ernsthaft, warum man so etwas zeigen muss.

Rentiere in einem kleinen Rund, das mit Beton eingefasst ist, traben zu sehen, empfinde ich als traurig
Rentiere in einem kleinen Rund, das mit Beton eingefasst ist, traben zu sehen, empfinde ich als traurig
Die Anlage für den Brillenbär macht mich einfach nur sprachlos
Die Anlage für den Brillenbär macht mich einfach nur sprachlos
Viel Platz hat auch dieser Löwe nicht
Viel Platz hat auch dieser Löwe nicht
Ins Raubtierhaus konnte ich leider keinen Blick werfen
Ins Raubtierhaus konnte ich leider keinen Blick werfen
Muss man tatsächlich in solch einer Anlage Seelöwen halten?
Muss man tatsächlich in solch einer Anlage Seelöwen halten?

Neben diesen Punkten, die für mich ganz klar gegen einen Besuch des Dortmunder Zoos sprechen, gab es dennoch einige Punkte, die mir besser gefallen haben. Einige wenige Anlagen entsprachen eher dem, was ich in einem Zoo sehen möchte. Erdmännchen, Nasenbären und Pinguine, hatten z. B. modernere Gehege. Die Luchse und die Hirsche hatten sogar riesige naturbelassene Areale im Wald. Das fand ich wirklich super und sehenswert.

Nichts Besonderes, aber halbwegs modern - die Erdmännchenanlage
Nichts Besonderes, aber halbwegs modern – die Erdmännchenanlage
Auch die Pinguine bewohnen eine der schöneren Anlagen im Dortmunder Zoo
Auch die Pinguine bewohnen eine der schöneren Anlagen im Dortmunder Zoo
Gut gefallen haben mir die Nasenbären
Gut gefallen haben mir die Nasenbären
Solche Kletterbrücken gibt es zwar auch in anderen Zoos, sehenswert sind sie aber trotzdem
Solche Kletterbrücken gibt es zwar auch in anderen Zoos, sehenswert sind sie aber trotzdem
Riesig wirkte das naturbelassene Gehege für die Hirsche
Riesig wirkte das naturbelassene Gehege für die Hirsche
Auch dieser Luchs genießt ein großzügiges Platzangebot
Auch dieser Luchs genießt ein großzügiges Platzangebot
Irgendwie finde ich Ameisenbären immer besonders drollig
Irgendwie finde ich Ameisenbären immer besonders drollig

Auch das begehbare Känguru-Gehege sowie das Faultier- und Otterhaus haben mir durchaus gut gefallen. Letzteres habe ich in einer solchen Form noch nie in einem Zoo gesehen. Ich hätte mir gewünscht, dass der Zoo sich nur auf solche Dinge beschränkt und auch für Dinge sorgt, die einen Besuch in Dortmund einzigartig machen. Die Idee im Stall der Meerschweinchen typische Dortmunder Gebäude wie das Westfalenstadion nachzubauen und den Tieren als Unterschlupf anzubieten, fand ich z. B. super.

Eines der Känguru-Gehege ist begehbar
Eines der Känguru-Gehege ist begehbar
Das Faultier-Haus hat mir mit am besten gefallen
Das Faultier-Haus hat mir mit am besten gefallen
Wirklich besonders fand ich nur dieses Otter-Haus
Wirklich besonders fand ich nur dieses Otter-Haus
Im Haus und im angrenzenden Freibereich sind Riesenotter wunderschön zu sehen
Im Haus und im angrenzenden Freibereich sind Riesenotter wunderschön zu sehen
Ein kleines Westfalenstadion für die Meerschweinchen, ist eine witzige Idee
Ein kleines Westfalenstadion für die Meerschweinchen, ist eine witzige Idee

Gäbe es mehr solcher kreativer Einfälle, würde der Zoo besser gepflegt und würde vielleicht auf einige Tierarten zugunsten großzügigerer Gehege verzichtet, könnte sich ein Besuch in Dortmund ggf. lohnen. Momentan kann ich jedoch nur davon abraten, zumal es in der näheren Umgebung wirklich sehenswerte Zoos gibt.

Übrigens, trotz Spätsommer, habe ich fast nirgendwo Blumen blühen sehen. Einzige Ausnahme: Bei den Nashörnern
Übrigens, trotz Spätsommer, habe ich fast nirgendwo Blumen blühen sehen. Einzige Ausnahme: Bei den Nashörnern

Ich habe den Zoo Dortmund mit meiner RUHR.TOPCARD besucht. Diese wurde mir kostenlos vom RUHR.TOURISMUS zur Verfügung gestellt. Die RUHR.TOPCARD berechtigt zum freien bzw. ermäßigten Eintritt an vielen Orten im gesamten Ruhrgebiet. Ich habe damit schon einige sehenswerte Attraktionen besucht. Der Zoo Dortmund war die erste echte Enttäuschung im Rahmen der Topcard.

Thomas Limberg

Ob Nordpol, Himalaya oder der Zoo um die Ecke. Immer wenn ich unterwegs sein und Neues entdecken kann, bin ich am glücklichsten. In diesem Blog nehme ich Dich seit 2010 mit auf meine Städtereisen, Roadtrips, Wander-Abenteuer und zu vielem mehr.

19 Kommentare

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  • Nabend,

    ich kann Deine Kritikpunkte alle unterschreiben. Es bestätigt meine Eindrücke aus dem Zoo.

    Dazu kommt bei mir noch, ich gehe gerne in Zoos um tolle Tierfotos zu machen. Leider ist das in Dortmund an vielen Stellen nicht möglich. Überall Gitter, Gatter, Zäune, Netze. Und diese sind so angelegt, dass man auch nicht nah genug ran kommt um diese mit fototafischen Mitteln auszublenden.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,
      freut mich, dass Du das auch so siehst. Das mit dem Fotografieren ist mir auch aufgefallen. Ich empfand dies in Dortmund auch als äußerst schwierig. In der Form habe ich sowas noch in keinem anderen Zoo gesehen. Schöne Fotos zu schießen ist dort bei vielen Gehegen kaum möglich.
      Sonnige Grüße
      Thomas

    • Hallo Thomas wenn ich über eine Zoo berichte dan nicht um ihn schlecht zu machen sondern neutral.
      Warum bei den Seelöwen das Abspergehege und nicht die Anlage .
      So zeigtt sich dein ganzer Bericht, man hat an allen Anlagen sicht auf die Tiere.
      Über den Bewuchs kann man sich streiten aber Beton und Kustfelsen haben in einem Zoo nichts zu suchen

  • Ich kann leider viele Punkte nicht ganz nachvollziehen. Ich finde den Zoo nicht zugewuchert, eher schön eingewachsen.

    Nicht an jeder Stelle entdecke ich sofort den Zoo-Bewohner. Die Tiere haben häufig die Chance sich zurückzuziehen. Gut für die Tiere und schlecht für Zoofotografen und wildgewordenen Zoobesucher.

    Die hier genannten Beispiel für die Barriere für Kinder und Rollstuhlfahrer finde ich etwas an den Haaren herbeigezogen. Jedes Gehge lässt sich auch mit einem Kinderwagen oder Rollstuhl befahren. Sicherlich ist nicht jeder Aussichtspunkt befahrbar, aber welcher Zoo ist denn zu 100% barrierefrei? Und muss das wirklich sein?

    Schaut man sich die Eintrittspreise und Artenvielfalt an, so stellt man schnell fest: Eigentlich ist der Zoo Dortmund unschlagbar. Da verzeihe ich dann auch gerne einmal eine dreckige Scheibe

    Aktuell zahlt man 8 Euro (Erwachsener) Eintritt. Fast jeder Tierpark ist teurer. Einen vergleichbaren Zoo gibt es in Deutschland nicht.

    • Hallo Mike,
      danke für Deinen Kommentar!
      Wie ich anfangs schon geschrieben habe, gehen die Meinungen zu diesem Zoo stark auseinander. Wahrscheinlich ist es auch ein Stück weit eine Grundsatzfrage, was man von einem Zoo erwartet. Ob jemand etwas als Wildwuchs empfindet oder als naturbelassen, darüber kann man sicher vortrefflich streiten. Ebenso über die Frage, ob die Barrierefreiheit ausreicht.
      Den Eintrittspreis in Relation zur Artenvielfalt zu setzen, finde ich aber nicht gerechtfertigt. Klar ist es immer schön, wenn der Eintritt relativ günstig ist. Aber müssen es dann soviel Tiere sein? Kann nicht auch ein kleiner Zoo, der das gleiche kostet und nur wenige Tiere hat schön sein?
      Viele Grüße
      Thomas

    • Hallo Mike,was manchen Leuten nicht klar ist,das zb.im
      Raubtierhaus die Scheiben nicht dreckig sondern zerkratzt
      sind,weil NETTE Menschen dem Löwen an die Scheibe klopfen
      und Er sich dann natürlich nicht grade freut über diese Art
      von Dummheit und dann die Fenster hochgeht!

  • Was den Dortmunder zoo angeht,so möchte ich hier mal anmerken,das die meisten
    Leute wohl vergessen,das der Zoo gerne mehr tun würde,aber die Stadt
    Dortmund leider nicht so viele finanzielle Mittel zur Verfügund stellt wie nötig!
    Ich würde daher empfehlen,lieber Geld zu spenden,anstatt dauern an unserem
    schönen Zoo zu kritisieren!

    • Mir ist durchaus bewusst, dass der Zoo Dortmund bisher von der Stadt nicht sonderlich gefördert wurde. Andere Zoos kommen aber auch ganz gut ohne städtische Mittel klar, stellen ihre Haltung ggf. entsprechend um oder mobilisieren zahlreiche andere Sponsoren. Ob und in welchem Umfang das in Dortmund geschieht, kann ich nicht beurteilen. Ich stelle nur als Besucher fest, dass es mir in diesem Zoo nicht gefällt. Da es gerade im nahen Umkreis viele schöne Alternativen gibt, kann ich nur von einem Besuch in Dortmund abraten.

    • Wozu das? Mir geht es hier nicht darum zu erfahren wieso und weshalb der Zoo Dortmund dieses oder jenes so macht, wie er es macht. Als Besucher gefällt mir der Zoo, abgesehen von den genannten positiven Beispielen, einfach nicht. Deshalb kann ich anderen auch keinen Besuch dort empfehlen.

      • Wenn Du ein Gesräch mit Dr.Brandstätter führen würdest,wüsstest Du,
        das sich der Zoo im Umbruch befindet und vieles verbessert wird.
        Ist es denn so toll in anderen Zoo`s Rundwege zu haben,wie bei
        IKEA?Unser Zoo hier kann auch nicht alles von heute auf morgen
        verbessern. Wenn der Umbau fertig ist,kannst Du Dir vielleicht ein anderes Bild machen!

        • Ich verfolge durchaus, dass der Zoo in Dortmund in einer Umbruchphase steckt. Dass es einige Ansätze gibt, die mir gefallen, habe ich ja bereits erwähnt. Insgesamt macht der Zoo aber – so wie er sich momentan den Besuchern präsentiert – auf mich einen Eindruck, der mir nicht gefällt. Vielleicht sieht es ja in ein paar Jahren schon wieder ganz anders aus, dann will ich gerne noch einmal nach Dortmund kommen und schauen, was sich dort getan hat. In der Zwischenzeit aber, gibt es gerade im nahen Umfeld sicher deutlich lohnenswertere Zoos.

          • Vielleicht ist das aus Deiner Sicht so,aber gut
            ich akzeptiere Deine Meinung und sobald
            der Umbau abgeschlossen ist,sehen wir weiter.Bestimmt ist Dein Eindruck unseres schönen
            Zoo`s dann besser!

  • Hallo zum Abend,

    heute war ich nach 18 Jahren Einwohner vor Dortmund erstmals,spontan entschlossen,im Dortmunder Zoo.
    Der Bericht passt so,ist fair geschrieben.
    Mich haben noch die billig wirkenden Kioske,naja,nicht gestört,man muss ja nicht einkehren,aber da kann man drei davon einstampfen und „was Schönes“ und dann gern auch Hochwertiges anbieten.
    Vor dem Eingang gibt es etwas Höherwertiges,auf dem Gelände selbst nicht.Schade.

    Ich geh wieder hin,die 8 Euro empfinde ich angemessen.Allein die Giraffen sind es wert, ist wohl ein wenig das Aushängeschild.Bei den anderen Gehegen verweilt man hier und dort.Nashörner und der Löwe sind ebenfalls Hingucker..
    Die Kritikpunkte sind Folge der finanziellen Knappheit vermute ich..
    Hauptargument für mich:Ich radel binnen 30 Minuten dorthin, ein Kurzurlaub für 8 Euro und das Auto bleibt in der Garage.
    In Sachen „Fotografie“ wird der „Knipser“ mit Handy und Kompaktkamera tatsächlich an die Grenzen stossen.
    Brachial fototechnisch ausgerüstet gelingen natürlich atemberaubende Aufnahmen.Selbst nicht schlecht ausgerüstet bleibe ich erstaunt zurück was für ein fototechnisches Arsenal andere Besucher aufgeboten hatten..

    Vielleicht kauft der BVB ja für 100 Millionen ein Nashorn,ich denke im Strafraum dürfte der Koloss abschreckend wirken und Meister wird man mit einer stabilen Abwehr.

    Und dann,Wunschdenken..Ein Elefantengehege und ein renoviertes Raubtierhaus..

    Guter und seriöser Bericht.Ich unterschreib es gern so wie es dort geschrieben ist..

    Gruss aus Dortmund

    • Hallo Andreas,
      danke für deinen Kommentar! Schön, dass du dir auch ein Bild vom Zoo in Dortmund gemacht hast. Mal schauen, was aus deiner Nashorn-Idee wird. Möglicherweise komme ich dann mal im Westfalenstadion vorbei und schaue mir den BVB-Neuzugang an.
      Viele Grüße
      Thomas

  • Recht hast du leider. In vielen Punkten. Als Dortmunderin sehe ich natürlich, dass sich bereits Einiges getan hat und dass die Bemühungen in die richtige Richtung gehen. Etwas mehr Pflege wünsche ich mir dort allerdings auch sehnlichst! Da es unser Haus und Hof Zoo ist, sind wir allerdings häufiger mal dort. Ich steuere aber natürlich gezielt die schönen Ecken und meine Lieblingsgehege an. Schön finde ich übrigens tatsächlich den großen Spielplatz für Kinder, der kommt auf deinen Bildern jetzt nicht so gut rüber.
    Liebe Grüße, Nicole

    • Hallo Nicole,
      wenn ich in Dortmund wohnen würde, ginge es mir wahrscheinlich ähnlich. Dann würde ich sicher auch gelegentlich dort vorbeischauen und mir würden bestimmt die Veränderungen auffallen. Als Osnabrücker bin ich da mit „unserem“ Zoo wahrscheinlich auch etwas verwöhnt. Dieser ist in weiten Teilen das komplette Gegenteil von Dortmund. Bleibt zu hoffen, dass man bei euch auch irgendwann die Kurve kriegt und die positiven Entwicklungen weiter ausbaut.
      Liebe Grüße
      Thomas

  • Hallo, ich bin selbst wöchentlich in diesem Zoo. Leider führte die Knappheit an Mitteln dazu, dass einige der Pfleger gekündigt werden mussten. Daher erledigen die Pfleger halt nur das Nötigste für die Tiere und beseitigen zum Beispiel den Algenwuchs nicht. Das Raubtierhaus hat „Jahre “ auf die Reparatur der Heizung gewartet.. Allerdings werden die Auflagen der Gehege Größe pro Tier etc. Überprüft, darum Bitte keine Sorge. Ich hoffe trotzdem, dass es weiterhin viele Besucher nach Dortmund zieht, denn ohne EintrittsGelder, Keine Erneuerungen. Und die ImbissHütten, guter Punkt, aber die sind vom Pächter selbst aufgestellt worden. Da hat der Zoo wenig Einfluss. .
    Alles Gute